Wer in den vergangenen Tagen am Jägersburger Weiher vorbeigekommen ist, hat es vielleicht schon gesehen: Die Tretboote liegen wieder im Wasser. Ein unscheinbares Detail – und doch ein verlässliches Zeichen dafür, dass die wärmere Jahreszeit nicht mehr weit ist. Für die Gastronomie rund um den Weiher ist es gleichzeitig der Startschuss in eine neue Saison. Wir haben mit Peter Trösch gesprochen, der mit seinem Hotel und der Gastronomie direkt am Weiher – darunter auch die Peter Alm – zu den bekanntesten Anlaufstellen der Region zählt.
Die Boote sind eingelassen, das Wetter soll mitspielen – und damit steht dem ersten Ausflug ans Wasser eigentlich nichts mehr im Weg. „Ab sofort sind die schon vorbereitet“, sagt Trösch, der bei allem Pragmatismus eines erfahrenen Gastronomen auch die Freude an solchen Momenten nicht verbergen kann. Der Weiher ist eben kein Selbstläufer – er lebt von Menschen, die kommen. Und die kommen, wenn das Angebot stimmt.
Den offiziellen Saisonauftakt plant Trösch für den 1. Mai und den Vatertag. Zu beiden Terminen ist bereits eine Band gebucht – das gewohnte Programm, das die Stammgäste kennen und schätzen. Wer die Veranstaltungen der vergangenen Jahre kennt, weiß, dass es dabei selten ruhig zugeht – und das gesamte Weiherensemble von der Blockhütte bis zum Café am Schlossweiher mit Unterhaltung, Gastronomie und Livemusik als Anlaufstelle für Jung und Alt dient.
Auf dem Programm stehen in diesem Jahr außerdem die beliebten Barbecue-Events auf der Terrasse – vier Termine sind bereits fest eingeplant und werden demnächst kommuniziert. Beim Live-Kochen im Biergarten hingegen setzt man bewusst auf Zurückhaltung. Nicht aus mangelndem Interesse, sondern aus einem klaren Qualitätsanspruch: „Wir wollen uns nicht verzetteln“, so Trösch. Wenn Personal und Situation es zulassen, soll es dennoch spontane Aktionen geben – Hähnchengrillen und ähnliches, wie man es kennt. Nur eben nicht auf Teufel komm raus an fixen Terminen.
Ein Tretbootrennen oder ähnliche Sonderveranstaltungen direkt auf dem Wasser? Aktuell nicht geplant – wenngleich die Idee durchaus ihren Reiz hat. „Das ist leider immer wieder ein Kampf“, gibt Trösch offen zu, und meint damit den Alltag eines Gastronomen, der zwischen Tagesgeschäft, Personalplanung und der ewigen Auseinandersetzung mit der GEMA jongliert. Immerhin: Ein Sommerfest, vielleicht mit Freitagscharakter und etwas mehr Inszenierung, ist eine Idee, die intern weitergedacht werden soll. Man darf gespannt sein.
Wer mit der Familie an den Weiher kommt, findet ohnehin mehr als nur einen Platz zum Essen und Bootsfahren. Der Kletterpark Fun Forest, eine Minigolfanlage, ein Open-Air-Bistro und großzügige Spielplätze sorgen dafür, dass auch die Jüngsten auf ihre Kosten kommen. Und wer es etwas ruhiger angehen möchte, findet rund um den Weiher zahlreiche Wege, die schlicht zum Durchatmen einladen.
Bis dahin gilt: Die Boote liegen bereit, die Terrasse auch – und der Rest liegt, wie so oft am Jägersburger Weiher, beim Wetter.
Alle Bilder: Friedel Simon

































