Auf dem lange brachliegenden ehemaligen DSD-Gelände in Homburg tut sich endlich etwas. Mit dem offiziellen Spatenstich für einen neuen Wasgau-Lebensmittelmarkt haben Vertreter der Ferraro-Group, der Wasgau AG sowie Oberbürgermeister Michael Forster und Bürgermeister Manfred Rippel den Startschuss für das Stadtentwicklungsprojekt „Coeur“ gegeben. Es ist der erste sichtbare Baustein einer Vision, die das Gesicht der Stadt in den kommenden Jahren prägen soll.
Für Forster war der Moment ein Grund zur Zufriedenheit. Er nannte das Vorhaben wichtig für die Zukunft Homburgs und richtete besonderen Dank an die Ferraro-Group, die den Mut aufgebracht habe, eine Perspektive für ein seit Jahrzehnten ungenutztes Areal zu entwickeln. Interessenten habe es zwar immer wieder gegeben, so der Oberbürgermeister, doch am Ende hätten alle Unternehmen die „Finger davongelassen“.
„Dieser Spatenstich ist ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass es sich lohnt, in Homburg zu investieren. Ebenso zeigt er, dass wir es gemeinsam schaffen, auch schwierige Vorhaben auf den Weg zu bringen“, betonte Forster. Symbolisch überreichte er Giuseppe Ferraro noch vor dem eigentlichen Spatenstich eine Ausfertigung des Bauscheins. Sein Dank galt zudem dem städtischen Bauamt, dem Stadtrat, dem Ortsrat sowie dem beratenden Professor Dr. Willy Spannowsky.

Giuseppe Ferraro, CEO der Ferraro-Group, machte in seiner Begrüßung deutlich, dass es an diesem Tag um weit mehr gehe als um den Baubeginn eines einzelnen Marktes. Der Markt sei der Auftakt für das gesamte „Coeur“-Projekt. Er dankte dem Partner Wasgau ebenso wie der Stadtverwaltung, namentlich Bürgermeister Rippel und Amtsleiter Frank Missy, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und dem Stadtrat für dessen zügige Beschlüsse.

Besonderen Wert legte Ferraro auf die Nachhaltigkeit des Vorhabens. Durch die Hinweise der Planer und der Verwaltung werde das Quartier zu einem Beispiel für zeitgemäßes Bauen mit Photovoltaik und Regenrückhaltung. „Wir bauen nicht nur Gebäude, wir gestalten Zukunft“, fasste er zusammen.

Deutlich kritischer klang Thomas Bings, Vorstandssprecher der Wasgau AG. Er beschrieb die allgemein gedämpfte Stimmung in Deutschland, in der Politik keine Mehrheiten finde, Verwaltungen Investitionen bremsten und Unternehmen abwanderten, weil vieles zu teuer, zu kompliziert und zu langwierig sei. „Dieses Projekt zeigt das genaue Gegenteil: Mut, visionäre Kraft und exzellente Zusammenarbeit aller Beteiligten, die von hohem Vertrauen geprägt ist“, so Bings. Sein Vertrauen in die Umsetzung war offenbar groß: Die Fertigteile für den Markt seien bereits vor Monaten bestellt und vorproduziert worden, noch bevor die Baugenehmigung vorlag. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Wasgau-Geschäftsführer Timo Müller ergänzte die wirtschaftlichen Eckdaten. Sein Unternehmen habe das Grundstück von der Ferraro-Group erworben und werde weitere acht bis neun Millionen Euro in den Markt stecken. Das Gebäude soll rund 3.300 Quadratmeter umfassen und etwa 2.200 Quadratmeter Verkaufsfläche bieten. Bings verwies auf das breite Frischeangebot mit regionalen Partnern, hervorgehoben durch die eigene Metzgerei und Bäckerei. Der Markt solle nicht nur die künftigen Bewohner des Quartiers versorgen, sondern auch ein Treffpunkt für die Menschen werden.


















