Wilde Müllberge neben umgekippten Kleidercontainern gehören in Homburg bald der Vergangenheit an – zumindest verspricht sich die Stadt genau das von einem grundlegenden Umbau ihrer Sammelstellen. Künftig werden die bislang über das gesamte Stadtgebiet verteilten Altkleidercontainer auf öffentlichen Flächen an einem einzigen Ort zusammengezogen. Als zentraler Standort dient der bestehende Containerplatz in der Straße Am Stadtbad.
Hinter der Neuordnung steht ein Ärgernis, das viele Bürgerinnen und Bürger seit Langem beschäftigt: An zahlreichen Stellplätzen im Stadtgebiet häuften sich zuletzt illegale Ablagerungen. Wer seine Textilien nicht mehr in die überfüllten Behälter bekam, stellte sie kurzerhand daneben – und mit ihnen landeten oft auch Abfälle, die dort nichts zu suchen haben. Die Folge war ein wiederkehrendes Aufräumen, das die Stadt viel Geld und Personal kostete.
Den entsprechenden Aufwand mussten regelmäßig die Mitarbeiter des Baubetriebshofs schultern, die für saubere und sichere Standorte sorgten. Beigeordneter Philipp Scheidweiler, der die Pläne bereits in der Stadtratssitzung im Juni vorstellte, dankte diesem Team ausdrücklich für seinen Einsatz. Betroffen von der Umstellung sind ausschließlich Container auf öffentlichen Flächen. Wer Altkleider abgeben möchte, kann dies weiterhin auch am Wertstoffhof tun, dessen Kapazitäten kürzlich erweitert wurden.

Der neue zentrale Platz soll gleich mehrere Probleme auf einmal lösen. Statt vieler schwer zu überwachender Einzelstandorte gibt es künftig nur noch eine Anlaufstelle, die sich leichter kontrollieren und reinigen lässt. Zudem behält die Verwaltung die Nutzung im Blick und will die Zahl der Behälter bei Bedarf anpassen. „Mit der Bündelung an einem zentralen Standort, den wir videoüberwachen werden, schaffen wir bessere Kontrollmöglichkeiten, reduzieren den Reinigungsaufwand und entlasten gleichzeitig die öffentlichen Flächen in den Stadtteilen“, erläutert Scheidweiler.
Parallel dazu bereitet die Stadt eine Verschärfung der Polizeiverordnung vor. Die Bußgeldtatbestände für Umweltdelikte und illegale Müllablagerungen sollen deutlich angehoben werden. Damit will die Verwaltung härter gegen Verstöße vorgehen und jene Kosten senken, die der Allgemeinheit durch achtlose Entsorgung immer wieder entstehen.
Zugleich erinnert die Stadt daran, wofür die Container überhaupt gedacht sind: für gebrauchte, tragfähige Kleidung und Textilien. Nasse oder stark verschmutzte Stoffe, Teppiche, Matratzen und sonstiger Abfall haben dort nichts verloren. Zerschlissene oder unbrauchbare Textilien gehören in den Restmüll. „Sauberkeit im Stadtgebiet ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit der richtigen Entsorgung von Altkleidern und Abfällen kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass Homburg sauber und lebenswert bleibt“, so Scheidweiler.

















