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Landesbeamte und –angestellte können ab dem 1. Juli das sogenannte Job-Ticket Plus nutzen. Das hat der saarländische Ministerrat beschlossen. Landesbedienstete erhalten dann vom Land als Arbeitgeber einen Kostenzuschuss in Höhe von 20 Prozent auf ihr Jahresabonnement im saarländischen ÖPNV.

Dieser Zuschuss wird im Anschluss durch den saarVV verdoppelt, damit ergibt sich ein Rabatt von 40 Prozent. Darüber hinaus wurde auch ein Arbeitgeberzuschuss für Auszubildende und FSJler, also Schulabsolventen, die ein freiwilliges soziales, ein freiwilliges ökologisches Jahr oder Bundesfreiwilligendienst in der Landesverwaltung absolvieren, beschossen. Hier gewährt das Land ebenfalls ab dem 1. Juli einen Zuschuss in Höhe von monatlich 20 Euro für das saarlandweit gültige schlauVV-Azubi-Abo.

„Mit der Tarifreform im vergangenen Jahr haben wir die Abo-Angebote im saarländischen ÖPNV noch einmal deutlich verbessert. Dass die saarländischen Landesbediensteten nun ebenfalls das Job-Ticket Plus nutzen können und insbesondere auch die Auszubildenden und Jugendlichen im Freiwilligendienst einen Arbeitgeberzuschuss erhalten, ist ein gutes Signal für die Mobilitätswende. Wir wollen als Land als positives Beispiel vorangehen und die Beschäftigten beim Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsträger unterstützen. Mit dem Job-Ticket Plus lohnt es sich nun noch ein gutes Stück mehr, mit Bus und Bahn zu fahren. Ich möchte die saarländischen Arbeitgeber noch einmal dazu aufrufen, das Job-Ticket Plus auch für ihre Beschäftigten zu ermöglichen.“

Beim Job-Ticket Plus handelt es sich um ein rabattiertes, nicht übertragbares Jahres-Abonnement des Saarländischen Verkehrsverbundes (saarVV) für Arbeitnehmer, zu dem der Arbeitgeber einen Zuschuss gewährt. Grundvoraussetzung für den Bezug eines Job-Ticket Plus ist der Abschluss eines Rahmenvertrages zwischen dem Arbeitgeber/Dienstherrn der Beschäftigten und der Saarländischen Nahverkehrs-Service GmbH (SNS). Von 160 saarländischen Arbeitgebern, die mit der SNS aktuell einen Job-Ticket-Rahmenvertrag abgeschlossen haben, gewähren bereits 52 Arbeitgeber einen Zuschuss zum Job-Ticket Plus, zum Beispiel alle saarländischen Landkreise und die Universität des Saarlandes.

Bedienstete in der Landesverwaltung können bereits seit 2007 über den Rahmenvertrag des Landes ein Job-Ticket-Abonnement abschließen. 2017 wurden die Tarifbedingungen zum Bezug von Job-Tickets im saarVV erstmals grundlegend überarbeitet und deutlich attraktiver gestaltet. Damals wurde als Variante das Tarifmodell Job-Ticket Plus eingeführt, mit dem ein Arbeitgeber für seine Beschäftigten einen noch höheren Rabatt erzielen kann, wenn er bereit ist, selbst einen Zuschuss zur Fahrkarte zu zahlen. Dieser Zuschuss wird durch die Verkehrsunternehmen wiederum verdoppelt.

Beim bislang für Landesbedienstete erhältlichen Job-Ticket richtete sich die Höhe des Rabatts rein nach der Anzahl der Job-Ticket-Abonnenten. Ende 2021 existierten ca. 700 Job-Ticket-Abonnements über den Rahmenvertrag des Landes. Beim Tarifmodell Job-Ticket Plus richtet sich hingegen die Höhe des Rabattes für den Job-Ticket-Kunden nach der Höhe des durch den jeweiligen Arbeitgeber gewährten Zuschusses. Dieser Zuschuss wird dann im Anschluss durch den saarVV verdoppelt. Maximal ist so ein Rabatt von bis zu 40 Prozent möglich.

Für Auszubildende sowie Freiwilligendienstleistende gilt seit der Tarifreform: Gewährt der Arbeitgeber einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 20 Euro pro Monat auf das schlauVV-Azubi-Abo, erhöht der saarVV den Rabatt um weitere 10 Euro pro Monat. Der reguläre Preis eines landesweit Azubi-Abos fällt dann von 59 Euro auf 29 Euro pro Monat.

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