Was einst mit acht Kunstschaffenden in einem Uni-Mensagebäude begann, hat sich über mehr als zwei Jahrzehnte zu einer festen kulturellen Größe auf dem Homburger Campus entwickelt. Am Freitag, 8. Mai 2026, öffnet „Kunst in der Mensa“ zum 32. Mal ihre Türen – und 30 Ausstellerinnen und Aussteller zeigen, dass Kreativität und Klinikalltag bestens zusammenpassen.
Um 19 Uhr beginnt die Vernissage im Mensagebäude (Gebäude 74) auf dem Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes. Zu sehen sind Arbeiten von Menschen, die tagsüber auf dem Campus studieren oder arbeiten und in ihrer Freizeit Pinsel, Kamera oder Modellierwerkzeug in die Hand nehmen. Das Spektrum reicht von Zeichnungen und Acrylmalerei über Skulpturen und Fotografien bis hin zu Videoinstallationen. Musik, Tanz und Gesang rahmen den Eröffnungsabend ein, für Essen und Getränke ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.
Nach der Vernissage bleibt die Ausstellung bis zum 30. Mai zugänglich – jeweils montags bis freitags zwischen 11 und 14:30 Uhr, also während der regulären Mensa-Öffnungszeiten. Wer den Eröffnungsabend verpasst, kann die Werke also über mehrere Wochen hinweg in Ruhe betrachten, ohne einen gesonderten Termin einplanen zu müssen.
Die Geschichte der Reihe reicht zurück ins Wintersemester 2000/2001. Damals rief der ehemalige Leiter der Prosektur, Dr. Kurt Becker, gemeinsam mit Studierenden der medizinischen Fakultät das Format ins Leben. Seitdem ist es stetig gewachsen: Neben den regulären jährlichen Schauen gab es bislang sieben zusätzliche Sonderausstellungen und während der Pandemie sogar eine Online-Version. Das Grundprinzip blieb dabei stets dasselbe – Studierende, Beschäftigte der Universität des Saarlandes und Mitarbeitende des Universitätsklinikums können ihre eigenen Kunstwerke in einer großen Sammelausstellung ganz ungezwungen einem breiten Publikum präsentieren.
Organisiert wird die diesjährige Ausgabe von einer Gruppe Medizinstudierender: Nikita Kiselev, Sarah Storb, Johanna Traue, Lena Süßenguth, Alicia Holler, Tristan Husung und Hatice Altunok haben die Fäden in der Hand und kümmern sich um alles, von der Hängung bis zum Rahmenprogramm. Dass junge Studierende die Verantwortung tragen, unterstreicht den Charakter der Veranstaltung – hier geht es nicht um einen kommerziellen Kunstmarkt, sondern um einen Ort, an dem kreative Köpfe aus dem Uni- und Klinikleben sichtbar werden.
Mit mittlerweile 30 angemeldeten Künstlerinnen und Künstlern hat die Ausstellung im Vergleich zu ihren Anfängen einen beachtlichen Sprung gemacht. Was als kleine Initiative in der Mensa startete, genießt heute nach Angaben der Organisatoren Kultstatus auf dem Homburger Campus und darüber hinaus in der Region. Die Vernissage gilt längst nicht mehr nur als Termin für die Beteiligten und deren Angehörige, sondern zieht regelmäßig Kunstinteressierte aus der Umgebung an. Wer am 8. Mai ab 19 Uhr in die Mensa kommt, kann sich davon selbst ein Bild machen.




















