Foto: StadtZW/MK
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Wer von Niederauerbach aus zum Harzbornhaus wandern möchte, kann den Volkertweg im Zweibrücker Stadtwald ab sofort wieder sicher passieren. Die marode Holzbrücke über den Heilbach am Beginn des beliebten Weges ist durch einen kompletten Neubau ersetzt worden – gebaut von städtischen Forstwirten, aus Holz, das nur wenige Kilometer entfernt geschlagen wurde.

Rund 22 Jahre hatte die alte Konstruktion gehalten, doch zuletzt war ihr Zustand so schlecht, dass eine Sanierung nicht mehr infrage kam. Die Stadtverwaltung Zweibrücken entschied sich deshalb für einen vollständigen Ersatzbau. Bemerkenswert dabei: Statt eine externe Firma zu beauftragen, übernahmen die Forstwirte des städtischen Forstbetriebs die gesamte Arbeit in Eigenregie.

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Auch beim Material setzte man konsequent auf regionale Ressourcen. Sämtliches Holz für die neue Brücke stammt aus dem städtischen Waldgebiet bei Wattweiler. In der Guldenschlucht gefällte Eichen wurden mithilfe eines mobilen Sägewerks direkt vor Ort zu den benötigten Bauteilen zugeschnitten. Vom stehenden Baum bis zum fertigen Brückenbalken blieb damit alles in kommunaler Hand – ein Ansatz, der sowohl Transportwege als auch Kosten niedrig hielt.

Nach aktueller Schätzung belaufen sich die Gesamtkosten für Material, Werkzeuge und Arbeitsleistung auf rund 5.000 Euro. Eine endgültige Abrechnung steht allerdings noch aus. Vor dem Baubeginn hatte die Verwaltung auch Alternativen geprüft. Zeitweise war eine Querung des Heilbachs über Trittsteine im Gespräch. Wegen der steilen Böschung und der damit verbundenen Unfallgefahr wurde diese Variante jedoch schnell verworfen.

Der Volkertweg verbindet Niederauerbach mit dem Harzbornhaus und wird von Spaziergängern und Wanderern nach wie vor rege genutzt, obwohl er seit einigen Jahren nicht mehr zum offiziellen Zweibrücker Wanderwegenetz gehört. Gerade diese Beliebtheit machte den Brückenneubau dringlich: Ohne eine sichere Überquerung des Heilbachs wäre die durchgängige Begehung des Weges kaum noch möglich gewesen.

Mit der neuen Eichenholzbrücke ist die Verbindung nun wieder dauerhaft gesichert. Für Zweibrücken ist das kleine Bauprojekt zugleich ein Beispiel dafür, wie kommunale Infrastruktur mit überschaubarem Budget und eigenen Kräften erhalten werden kann – ohne lange Ausschreibungsverfahren und mit Holz aus dem eigenen Wald.

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