Bild: Bill Titze

Der Adventsmarkt der Kita St. Michael war ein voller Erfolg: Viele schöne, weihnachtliche Basteleien wurden verkauft, die Kinder hatten reichlich Spaß an der Sache. Und die zahlt sich nun auch für eine andere Einrichtung aus. Denn die Einnahmen kommen auf Wunsch der Kleinen dem Ria Nickel Tierheim Homburg zugute. Gerade zur rechten Zeit.

Plätzchen, Windlichter, Anhänger für den Tannenbaum – beim ersten Adventsmarkt der Homburger Kita St. Michael ließen die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf. Alles natürlich abgestimmt auf das nahende Weihnachtsfest. Die Besucher, die Mehrzahl der Eltern war gekommen, freuten sich über das große Angebot und schlugen ordentlich zu. So kamen über 300 Euro zusammen.

Die Belohnung für die Bemühungen der Kleinen, die für den Markt gebastelt hatten, was das Zeug hielt. „Die Initiative kam von den Kindern selbst, denn sie wollten gerne etwas basteln“, erzählt Kita-Leiterin Alexandra Mistler. „Daraus ist dann gemeinsam mit den Erzieherinnen die Idee entstanden, das auf einem Adventsmarkt zu verkaufen.“ Und den Erlös zu spenden. Wohin, das entschieden die Kindern selbst. Die Erzieherinnen hatten zuvor einige Aktion ausgesucht, am Schluss entschieden sich die Nachwuchsbastler für das Homburger Tierheim.

Dort kommt das Geld wie gerufen, schließlich musste der eigenen Weihnachtsmarkt coronabedingt abgesagt werden. Ein finanzieller Schaden, der für das Tierheim einen schweren Schlag darstellt. „Das sind tausende von Euro, die wegfallen. Das ist ganz schlimm für uns“, so Carmen Horn, die 1. Vorsitzende des Heims, die in der Kita nicht nur das Geld, sondern auch eine Futterspende überreicht bekam.

Für die Nahrung ist also gesorgt, doch so ein Tierheimleben besteht für die Vierbeiner natürlich nicht nur aus Fressen. Viel Zeit wird in den Gehegen verbracht, die aber aufgrund des Mangels an finanziellen Mitteln nicht mehr im besten Zustand sind. Konkret geht es um die Holzpaletten im Inneren, die porös sind und durch hochstehende Zacken auch nicht ungefährlich für die Tiere. Dem soll mit dem Geld zumindest teilweise abgeholfen werden.

„Wir haben uns entschlossen, davon Plastikpaletten zu kaufen, die nicht brechen, da sie deutlicher stabiler sind“, erläutert Horn. Diese wären für das Tierheim ohne die Spende der Kita St. Michael derzeit nicht zu finanzieren. Immerhin drei Stück können von den rund 300 Euro angeschafft werden. Insgesamt 15 bräuchte man, um alle Gehege ausstatten zu können. Das bleibt vorerst noch ein Traum. Aber wenn noch mehr Menschen solches Engagement wie die Kinder der Kita St. Michael zeigen, dann könnte dieser vielleicht in Erfüllung gehen.

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