
Anfang März rückt im Homburger Kulturzentrum Saalbau wieder Literatur in den Mittelpunkt. Bei der nächsten Ausgabe der „Homburger Lesezeit“ steht eine Geschichte im Fokus, die von Jugend, Flucht und dem Alltag in einer belagerten Stadt erzählt.
Am Dienstag, 3. März, beginnt die Lesung um 19 Uhr im Saalbau an der Adresse Obere Allee 1. Zu Gast ist der Autor Tijan Sila, der sein Buch „Radio Sarajewo“ vorstellt – angekündigt als Bericht über eine Jugend zwischen Blauhelmen und Bon Jovi. Der Eintritt zu dem Abend ist frei.
Sila verbrachte seine Kindheit im damaligen Jugoslawien. Während der Belagerung von Sarajewo im Bosnienkrieg floh er nach Deutschland. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund für „Radio Sarajewo“, in dem er das Leben und Überleben in der eingeschlossenen Stadt beschreibt.
Der Text zeichnet das Geschehen laut Ankündigung rau, verletzlich und unverstellt nach und bleibt dabei nah an der Perspektive eines Heranwachsenden. Erzählt wird von improvisiertem Alltag, von Angst und von Momenten, in denen Musik und Popkultur neben dem Krieg stehen. Damit knüpft der Autor an den Untertitel an, der die Spannweite zwischen UN-Blauhelmen und einem Bon-Jovi-Song benennt.
„Radio Sarajewo“ wird als Geschichte des Unerwarteten angekündigt. Sie handelt davon, wie Dichter zu Mördern werden und Mörder zu Helden. Im Mittelpunkt stehen Menschen, denen jede Menschlichkeit jäh genommen wurde, und die Spuren, die der Krieg bei Überlebenden hinterlässt – „von den Splittern, die der Krieg im Hirn jedes Überlebenden hinterlässt.“
Die Stadt hat den Termin am 23. Februar 2026 angekündigt und weist auf das weitere Programm der Reihe hin. Schon am Dienstag, 10. März, folgt eine weitere Lesung mit Landrat Frank John; danach endet die Saison 2025/26 der Homburger Lesezeit. Informationen zu allen Veranstaltungen sind im Terminkalender auf www.homburg.de eingetragen, dort findet sich auch der Link zum vollständigen Programmheft.




















