Start Kultur&Gesellschaft Homburg | Prof. Dr. Sven Gottschling erhält die „Homburger Kanone“

Homburg | Prof. Dr. Sven Gottschling erhält die „Homburger Kanone“

Stolz hält er sie hoch. Bereits zum 15-ten Mal wurde gestern durch die Homburger Narrenzunft im Saalbau die „Homburger Kanone“ verleihen. Schon seit Beginn besitzt die Auszeichnung einen hohen Stellenwert. Sie wird nicht als närrischer Orden angesehen, sondern wird an Personen verliehen, die sich besondere Verdienste im gesellschaftlichen Leben – vor allem in Homburg – erworben haben. Der Preis wird nicht durch finanzielle Zuwendungen, sondern durch die Verleihung einer kreativen Skulptur verliehen – und diese ist ein echtes Original.

Die „Homburger Kanone“ setzt sich zu 100% aus Homburger Komponenten zusammen. Die Acrylplatte kommt vom Schlüsseldienst Knott, das Grundgestellt wurde von Hans Kerth Stahl- und Maschinenbau hergestellt, das Kanonenrohr in Form einer Bierflasche stammt von der Karlsberg Brauerei und gereinigt wurde die Kanone mit bestem Olivenöl von Dr. Theiss Naturwaren.

Prof. Dr. Sven Gottschling lauscht den Worten vom 1. Zunftmeister der Homburger Narrenzunft, Rüdiger Schneidewind

Die Wahl fiel in diesem Jahr auf den noch jungen Preisträger Prof. Dr. Sven Gottschling. Gottschling hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, kranken Menschen ihre Schmerzen zu nehmen und ihnen mehr Lebensqualität zu geben. 2001 kam er in unsere Stadt und hat seitdem viel bewegt. Nachdem er 2006 seinen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin absolviert hatte, zeichnete sich sein weiterer Weg schnell ab. Es folgen unzählige Weiterbildungen, Ausbildungen und Zusatzqualifikationen auf dem Gebiet der Schmerztherapie, der Kinderpalliativversorgung, Akupunktur, medizinischer Hypnose und mehr. 2009 habilitierte Gottschling mit dem Thema Komplementäre Behandlungsmethoden in der Pädiatrie.

Seit 2010 ist er Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg. 2017 wurde durch ihn in Homburg die europaweit erste altersübergreifende Palliativstation eröffnet. Er schrieb bereits 2 Bücher zum Thema, sein Buch „Leben bis zuletzt – Was wir für ein gutes Sterben tun können“ aus dem Jahr 2016, wurde auf Anhieb ein SPIEGEL Bestseller.

Trotz dieser schwierigen Themen, die Gottschling täglich begleiten, ist er ein Mensch, der immer gut gelaunt ist. Ein Mensch, dem man die Freude und Hingabe an seinem Beruf einfach anmerkt. Ein Mensch, dessen postive Energie sich auf seine Patienten und Menschen um ihn herum überträgt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.