Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Berufsfelder sind heutztage noch vielschichtiger denn je. Und mit den steigenden Ansprüchen im Alltag, müssen sich auch Berufseinsteiger auf immer neue Aufgaben und Herausforderungen einstellen. Bei LIDL im Saarland wurden einige Azubis mit ganz besonders lehrreichen Aufgaben betraut.

Verantwortung übernehmen ist nichts für jedermann. Für 33 Auszubildende bei LIDL im Saarland war genau das im Januar aber essentiell. Sie bewarben sich im Vorfeld für ein spezielles Trainingsprogramm. „Azubis leiten eine Filiale“ heißt es und zeigt mit seinem Namen prägnant worum es geht. „Es ist ein deutschlandweites Konzept, an dem sich alle Regionalgesellschaften beteiligen. Ziel ist dabei, den Auszubildenden innerhalb von 2 Wochen die Möglichkeit zu geben, ihr Können unter Realbedingungen unter Beweis zu stellen“, erklärt uns Daniel Frankenreiter, Aus- und Weiterbildungsleiter bei LIDL. Bedeutet: 14 Tage wird eine Filiale allein von Azubis bewirtschaftet und geführt. Dabei sind sie für alles was täglich anfällt verantwortlich. Auch für den Umsatz, die Wirtschaftlichkeit und eben die Profitabilität.

In diesem Jahr war die Filiale „Am Stadtbad“ in Homburg Dreh- und Angelpunkt des Projektes. Die Azubis, die innerhalb der zwei Wochen bei der Aktion mitmachten, sind bunt gemischt und auch absichtlich aus unterschiedlichen Ausbildungsjahren. Sie kommen aus dem geographischen Umfeld, aus insgesamt 60 umliegenden Filialen. Für diese zwei Wochen aber sind sie zusammengewürfelt, bekommen vom Arbeitgeber für den Zeitraum auch eine Unterkunft gestellt und müssen den beruflichen Alltag im Team gemeinsam meistern. Dabei sind sehr unterschiedliche Positionen zu besetzen. „Wir wurden von Anfang an in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt. Das sind die Filialleiter bzw. das Filialführungsteam, die Spezialisten und noch die Azubis im ersten Lehrjahr, die eingearbeitet werden“, sagt Fabian Schneider. Innerhalb der zu besetzenden Positionen war er einer von insgesamt 3 Azubi-Filialleitern. „Wir haben junge erfahrene Menschen aus dem dritten Lehrjahr hier, deren Zielposition nach der Ausbildung ist Filialleiter. Die haben innerhalb des Team dann schon eher den Hut auf“, meint Daniel Frankenreiter.

Die drei der eingesetzten Azubis, die mit den Aufgaben eines Filialleiters betraut sind, kommen aus dem Abiturientenprogramm bei LIDL. Mit diesem möchte man den Filialleiter-Nachwuchs gezielt ausbilden und auch lanfgristig an das Unternehmen binden. Das Abiturientenprogramm geht drei Jahre und man besitzt am Ende der Ausbildung drei verschiedene Abschlüsse. Zum einen den „Kaufmann im Einzelhandel“, dazu kommt der „Handelsfachwirt“ und zusätzlich schließt man noch die „Ausbilderprüfung“ ab. Für Fabian Schneider ist es der ideale Weg um sich beruflich optimal aufzustellen. „Das Schöne am Abiturientenprogramm ist auch wirklich die Praxisnähe. Es ist nicht nur die reine Wissenvermittlung sondern der alltägliche Einsatz schult nochmal zusätzlich.“ Andere Azubis kommen aus den anderen von LIDL angebotenen Ausbildungsprogrammen. Da findet man außerdem Kaufleute im Einzelhandel (3-jährige Ausbildung), Kaufleute für Büromanagement und auch Fachkräfte für Lagerlogistik.

LIDL-Azubi Fabian Schneider bei einer seiner vielen täglichen Aufgaben

Wir begleiten Azubi Fabian bei seiner täglichen Arbeit. Er selbst sagt: „Es sind viele Positionen um die wir uns am Tag kümmern aber gerade das ist ja das Spannende an dem Beruf.“ Sorgfältig und sauber arbeiten ist hier in jedem Bereich überaus wichtig. Jeden Morgen wird bei LIDL Obst und Gemüse frisch angeliefert. Nicht nur müssen die Azubis alles richtig einräumen, auch über den Tag hinweg muss immer wieder nachgefüllt werden und leere Kartons kommen zurück ins Lager. „Gerade die Obst- und Gemüsetheke ist das Erste, das der Kunde sieht wenn er das Geschäft betritt. Der erste Eindruck ist eben immer wichtig.“ Auch die täglichen Bestellungen rund um die Logistik werden von den Azubis selbst getätigt. Die Liste der Aufgaben ist lang, die Auszubildenden aber sind optimal vorbereitet. Dazu zählt außerdem der Betrieb der hauseigenen Backstation. Hier beginnt der Job mit dem morgendlichen Aufbacken und natürlich muss auch über den Tag nachgebacken werden. Andere Azubis kümmern sich währenddessen um den Non-Food Bereich. Dazu zählt grundsätzlich alles was keine Lebensmittel sind. Gerade an und um unsere Aktionstage drumherum ist hier so einiges zu tun.

Ein kleiner Teil der insgesamt 33 Azubis, die für 2 Wochen eine LIDL.Filiale in Homburg leiteten

Nach zwei Wochen kehren alle beteiligten Azubis wieder in ihre Stammfiliale zurück, um viele wertvolle Erfahrungen reicher und einen großen Schritt weiter Richtung beruflicher Zukunft. Am 01.August beginnt das nächste Ausbildungsjahr. Hierfür kann man sich übrigens aktuell noch bei LIDL bewerben. Auf dem eigenen Jobportal finden sich für potentielle Bewerberinnen und Bewerber alle nötigen Informationen. „LIDL muss man können“ lautet der aktuelle Leitspruch der Arbeitgeberkampagne des Unternehmens. Damit soll unter anderem verdeutlicht werden, dass man „Anpacker“ braucht. Menschen, die etwas ändern wollen. „Der Handel ist eine sehr aktive Branche. Wir wollen Leute, die zeigen was sie können. Aufgeschlossene und kontaktfreudige junge Menschen, die Spaß bei der Arbeit haben, sich selbst und andere immer wieder neu motivieren und begeistern, das sind Dinge, auf die wir viel Wert bei Bewerbungen legen“, verdeutlicht Aus- und Weiterbildungsleiter Daniel Frankenreiter abschließend.

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