Als Ulrich Burger vor vielen Jahren über die großen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt ging, entflammte in ihm eine Idee. Eine eigene Buchmesse für das Saarland mit unverkennbarem Stil. 2019 ist die Marke „HomBuch“ so groß wie nie zuvor. Sein Traum wurde Realität und an diesem Wochenende wird die größte Buchmesse im Saarland wieder für viele Highlights und Tausende Besucher sorgen.

Die großen Buchmessen waren einst die Initialzündung. Die erste Messe in Homburg entstand damals in nur wenigen Monaten und hatte vielleicht 10 Aussteller in Erbach im Haus der Begegnung. Darauf wurde fleißig aufgebaut. 2019 sind es 12 Locations, Lesungen mit mehr als 35 Autoren und über 60 Aussteller. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: das Thema Bücher und Lesen ist auch im schnellen, digitalen Zeitalter ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Klar. E-Books sind im Aufwind. Laut dem Börsenverein des deutschen Buchhandels stieg der Absatz 2018 um 12,7% auf knapp 33 Millionen verkaufte E-Books. Dennoch machen sie damit aktuell nur etwa 5% des gesamten Buchmarktes aus. Die Wertigkeit des Buches und deren Nachfrage ist bei der Bevölkerung also nach wie vor hoch und einen Anteil daran habe sicherlich auch die vielen Buchmessen im ganzen Land.

Ulrich Burger ist der Macher und Kopf hinter der „HomBuch“ – Bild: SB/red

Mittlerweile ist die Homburger Buchmesse an einem Punkt, an dem sich die Bewerbungen im Vorfeld stapeln. Das „Standing“ der Veranstaltung ist so gut, dass man von Veranstalterseite mit kreativen Ideen versucht, dem Potential und Ansturm gerecht zu werden. Eine Säule wie dieses gelingt, war schon vor Jahren der Umzug in den Homburger Saalbau. Hier etablierte man das „Herz der Messe“. Auch in der aktuellen Ausgabe werden hier alle Etagen und Räume durchgängig besetzt sein. Eine weitere Säule bildet in diesem Jahr die Aula des Mannlich-Gymnasiums. Sie wird als Pendant zum Saalbau die zweite Basis liefern und eine weitere Heimat für Lesungen und Aussteller darstellen. Hier und im Hauptraum des Saalbaus präsentieren sich viele Verlage mit Highlights aus ihrem Sortiment, es gibt natürlich auch vieles Neues. Oft sind auch Autoren, die im Vorfeld gar nicht angekündigt waren, am Stand zu finden, mit denen man dann ins Gespräch kommen kann. Eine gute Chance für Nachwuchsautoren sich einer interessierten Masse zu präsentieren.

Die HomBuch nennt sich selbst Lesefest und genau dadurch ergibt sich eine dritte Säule, nämlich die Stadt selbst. „Wir wollen bunt, attraktiv und großflächig sein. Wir wollen, dass die Menschen an verschiedenen Orten quer durch die Stadt neue Literatur entdecken“, erklärt uns Ulrich Burger. Das Ganze erinnert schon an den Charakter von Musikfestivals – viel Auswahl, mehrere Locations und es wird nie langweilig. Die jeweilige Örtlichkeit ist ein wichtiger Punkt bei der gesamten Planung und Organisation. Das Konzept sieht vor, Lesungen auszulagern, die Menschen auf Entdeckungsreise zu schicken. So hat Veranstalter Ulrich Burger schon früh mit der Idee begonnen, mit ansässigen Geschäften und Lokalitäten ins Gespräch zu kommen. Lesungen finden jetzt z.B. in Buchhandlungen, bei Friseuren oder in Galerien statt. „Das ist für uns ein wichtiger Multiplikator und wir bedanken uns bei allen, die mitmachen. Ohne diese Unterstützung der Geschäfte könnte die Messe gar nicht in der Form wachsen“, sagt Burger. Und das Konzept geht auf. Neben den „kleineren“ Lesungen gibt es aber auch die richtig großen Events. Diese sind nicht im normalen Ticketpreis enthalten und Karten können jeweils extra gekauft werden. Allen gemein ist der große Entertainmentfaktor. Einer von vielen Punkten, mit denen die Homburger Buchmesse trumpft.

Markus Heitz wird mit Michael Peinkofer das Fanatasy-Special im Johanneum gestalten

„Es gibt viele Buchmessen und natürlich wollen wir uns von den anderen unterscheiden. Bei uns schauen zb. viele schreibende Schauspieler vorbei. Menschen, die man aus den nationalen Medien kennt. Das sind dann natürlich insgesamt „Zugpferde“, denen wir hier eine tolle Umgebung liefern“, sagt Veranstalter Burger. Im letzten Jahr war Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek anwesend. In diesem Jahr liest man im Programm Namen wie Pe Werner, Janine Kunze oder Miroslav Nemec. Sängerin Pe Werner wird die HomBuch im Schlossberg Hotel Homburg eröffnen, Janine Kunze ist im Saalbau selbst zu erleben und Tatort-Kommissar Miroslav Nemec liest aus seinem neuen Buch „Kroatisches Roulette: Mein zweiter Fall“ im Gymnasium Johanneum.

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