Ein Spiel, das Lust auf mehr macht: der FC 08 Homburg siegt hoch verdient gegen den Drittligisten 1.FC Kaiserslautern im Homburger Waldstadion mit 3:1. Dabei hinterließ die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger vor allem im ersten Spielabschnitt einen ganz starken Eindruck! Das dürfte auch die rund 2650 Zuschauer erfreut haben, so sie denn Anhänger der Grün-Weißen sind…

Denn was der FCK in der ersten Halbzeit seinen Anhängern darbot, kann man durchaus mit „desolat“ beschreiben. Vor allem im Defensivverhalten zeigten sich große Lücken. Hinterher gab FCK-Trainer Sascha Hildmann zu Protokoll: „Das war ein Experiment, das total schief ging. Mit dieser Aufstellung in der Hintermannschaft werden wir mit Sicherheit nicht mehr spielen.“

Der FC 08 Homburg hingegen begeisterte phasenweise mit tollem Fussball und schönem Kombinationsspiel. Dabei spielte der Spielablauf den Gastgebern in die Karten: schon nach drei Minuten netzte Stürmer Patrick Dulleck aus halblinker Position zur frühen Führung ein. Nach 15 Minuten war es Kapitän Christian Telch, der die Führung seiner Mannschaft ausbauen konnte. 

Von Kaiserslautern gab es zu diesem Zeitpunkt, bis auf einen Heber der nur knapp das Tor von David Salfeld verfehlte, nichts zu sehen. Der FCH hingegen auf dem Platz präsent, bissig in den Zweikämpfen und vor allem läuferisch stark. Das konnte man vor der Partie nicht unbedingt erwarten, hatten die Grün-Weißen doch eine harte Woche im Trainingslager in Bitburg hinter sich, kamen erst am Montag Nachmittag im heimischen Homburg wieder an. Die gute Leistung bestätigte dann Thomas Steinherr in Minute 43, der den 3:0-Halbzeitstand perfekt machte. 

Im zweiten Spielabschnitt merkte man dem FCH dann den Kräfteverschleiß etwas an, Lautern kam mit mehr Aggressivität aus der Kabine und suchte zielstrebiger den Weg nach vorne. Doch außer dem schönen Anschlusstreffer durch Timmy Thiele zum 3:1 in der 51.Minute sprang nichts zählbares heraus. Im Gegenteil: auch wenn Homburg das Tempo drosselte, hatten die Grün-Weißen noch einige Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. So zischte ein Schuss von Loris Weiss nur knapp am FCK-Gehäuse vorbei (81.Minute) und auch Neuzugang Damjan Marceta verpasste das 4:1 (87.Minute).

Sportlich also ein toller Abend für die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger. Nur im Umfeld gab es organisatorische Probleme: Noch vor der Pause zeigte sich der externe Caterer vom Zuschauerandrang überfordert, die traditionelle „Rostwurst im Weck“ gab es nur noch ohne Weck. Ärgerlich und erwähnenswert vor allem deshalb, weil der FCH sportlich beste Werbung in eigener Sache machte, aber in der heutigen Zeit auch das Gesamtpaket bei einem Stadionbesuch stimmen muss. Doch unter dem Strich zählt, was auf dem Platz passiert. Und da machte der FCH, wie schon Eingangs erwähnt, Lust auf mehr…

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