Was tun, wenn der Strom ausfällt, das nächste Extremwetter zuschlägt oder plötzlich ein vermeintlicher Polizeibeamter am Telefon ist? Antworten auf solche Fragen liefert die Biosphären-VHS St. Ingbert im November mit einer ganzen Reihe kostenfreier Vortragsabende, die sich dem Themenfeld Gesellschaft widmen. Von der Eigenvorsorge im Katastrophenfall über Umweltpolitik bis hin zum Schutz vor Trickbetrügern reicht das Spektrum.
Den Auftakt macht die Infoveranstaltung „Eigenvorsorge im Katastrophenfall“ unter der Leitung von Jonas Jung von der städtischen Koordinierungsstelle Bevölkerungsschutz. An zwei Terminen, am Dienstag, 3. November, und am Donnerstag, 26. November, jeweils um 18 Uhr, geht es um die Frage, wie sich jeder Einzelne auf den Ernstfall vorbereiten kann. Am ersten Abend rückt Referent Johannes Rohe die Rolle der DLRG in den Mittelpunkt und erläutert deren Aufgaben. Der zweite Termin dreht sich um das Schwerpunktthema Blackout.
Jung stellt dabei die Broschüre „Notfallratgeber“ vor, gibt praktische Tipps zur Vorsorge und erklärt, welche Warn-Apps sich für das Smartphone eignen. Auch ein Überblick über laufende Projekte der Stadtverwaltung steht auf dem Programm. Beide Veranstaltungen finden in der Feuerwehrzentrale in der Kohlenstraße 73 statt.

Um große Linien der Umweltpolitik geht es am Dienstag, 10. November, um 18 Uhr. Dann ist Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, zu Gast. Er gibt Einblick in die Arbeitsweise der Organisation und erklärt, mit welchen Mitteln sie umwelt- und verbraucherpolitische Veränderungen anstößt. Öffentliche Kampagnen, Gespräche mit Politik und Wirtschaft sowie gerichtliche Verfahren gehören dazu, ebenso wie deren Grenzen und die Kritik daran. Im Anschluss lädt ein gemeinsamer Imbiss zur offenen Diskussion ein. Der Abend in der Rohrbacher Mühle, Mühlstraße 36, wird von der Stiftung für Kultur und Umwelt der Kreissparkasse Saarpfalz gefördert.
Besonders an Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige richtet sich der Vortrag am Mittwoch, 18. November, um 15 Uhr. In Kooperation mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Landespolizeidirektion geht es um Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, unseriöse Gewinnversprechen und dubiose Haustürgeschäfte. „Die Phantasie der Straftäter scheint nahezu unerschöpflich zu sein“, heißt es seitens der Veranstalter. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle zeigt, wie man sich im Alltag schützt und das Risiko senkt, selbst zum Opfer zu werden. Treffpunkt ist das Kulturhaus in der Annastraße 30, Raum 5.
Den Abschluss bildet am Mittwoch, 25. November, um 18 Uhr ein Vortrag über den „Wald im Klimawandel“. Anna von Schwind, Vorsitzende des Saarländischen Waldbesitzerverbandes, schildert die Lage aus Sicht der Waldbesitzenden. Extremwetter, Hitzestress und Wassermangel setzen dem heimischen Wald zu. Auf Basis ihrer jahrzehntelangen Erfahrung im eigenen Familien-Waldgut spricht sie über unternehmerisches Risiko, naturnahe Waldwirtschaft und die Zukunft eines heimischen Mischwalds. Auch dieser Abend findet in der Rohrbacher Mühle statt und wird von der Stiftung für Kultur und Umwelt gefördert.
Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist über die Website der Biosphären-VHS St. Ingbert möglich.




















