Bild: FC 08 Homburg.
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10 Punkte aus den letzten vier Spielen – die Punkteausbeute stimmt derzeit beim FC 08 Homburg. Doch auch beim 2:0-Heimerfolg gegen Schlusslicht Koblenz war die Leistung der Grün-Weißen nicht wirklich berauschend. Zwei schöne Einzelaktionen reichten am Samstag zu drei Punkten gegen einen schwachen Gegner.

„Ich bin glücklich, dass wir die Punkte nach zwei Monaten mal wieder zu Hause behalten“; erklärte FCH-Trainer Timo Wenzel nach der Partie gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten. Im Grunde war das auch das Einzige, was einen Grün-Weißen an diesem tristen Novembermittag freuen konnte. Denn gegen einen kaum regionalliga-tauglichen Gegner ließ die Leistung der Grün-Weißen über weite Strecken doch zu wünschen übrig.

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Dabei begann das Spiel eigentlich so, wie man es sich gegen ein tiefstehendes Kellerkind wünscht. Bereits nach rund 20 Minuten lag der Ball im Kasten der Gäste, nachdem sich Top-Torschütze Fabian Eisele über links durchgetankt hatte und mit einem perfekten Abschluss ins lange Eck seinen 11. Saisontreffer erzielt hatte. Es sollte aber, bis auf einen Gerezgiher-Schuss, die einzige Situation in der ersten Hälfte bleiben, in der die Grün-Weißen dem Koblenzer Tor wirklich gefährlich nahe kamen. Zu behäbig war das Offensivspiel der Heimelf, zu oft kamen die Pässe nicht an den Mann.

Und kurz vor der Pause kamen die spielerisch doch arg limitierten Gäste zu zwei Hochkarätern. Zunächst wurde der Koblenzer Marius Köhl bei seinem Solo durch den Homburger Strafraum nicht gestört, schaffte es aber nicht, die Kugel aus fünf Metern im Homburger Kasten unterzubringen. Zwei Minuten später war es dann Thilo Töpken, der aus ähnlicher Distanz einen Kopfball knapp über das Tor setzte. Die Homburger Defensive wirkte wie in den vergangen Spielen keineswegs sattelfest und konnte von Glück sagen, dass es mit einer weißen Weste in die Kabine ging. „Wir haben den Gegner gegen Ende der ersten Halbzeit durch individuelle Fehler aufgebaut“, ärgerte sich Wenzel über das Abwehrverhalten seines Teams.

Gefährlich vors Tor kam Koblenz unmittelbar nach der Pause zwar nicht mehr, offensiv wirkte das Spiel der Grün-Weißen aber weiterhinzu harmlos. Viel zu selten schaffte man es, den Ball über mehrere Stationen in den Reihen zu halten und die beileibe nicht bombensichere Koblenzer Verteidigung in Verlegenheit zu bringen. Schließlich musste eine weitere Einzelaktion für den zweiten Treffer herhalten. Eine Stunde war gespielt, als sich der eingewechselte Arman Ardestani ein Herz nahm und mit einem strammen 20-Meter-Kracher das 2:0 erzielte. Für die Aktion gab es von Coach Wenzel nach dem Match ein Sonderlob „Das war ein sehr schöner Distanzschuss. Für Arman freut es mich unheimlich, dass er in der Liga zum ersten Mal getroffen hat.“

Nur wenige Minuten später hätte Kapitän Mart Ristl fast den dritten Treffer erzielt, doch Koblenz-Keeper Tim Kips parierte dessen Schuss mit einer schönen Fuß-Abwehr. Koblenz kam zwar ebenfalls noch zu ein, zwei größeren Chancen, am Ende blieb es aber beim unter dem Strich verdienten Dreier für die Grün-Weißen. Während das Ergebnis also stimmte, wird der FCH in den nächsten Wochen vor allem mit Blick auf die Defensive eine Schippe drauflegen müssen. Zu unorganisiert wirkt das Abwehrverhalten in Drucksituationen, selbst gegen einen schwachen Gegner wie Koblenz. Mehr Stabilität wird man jedoch benötigen, wenn man am kommenden Samstag auf den FSV Frankfurt trifft, der mit Cas Peters den besten Torschützen der Liga in seinen Reihen hat.

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