Foto: Stephan Bonaventura
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Wer das Restaurant Vin!oh am Homburger Marktplatz betritt, wird mit dem weltberühmten Zitat von François VI. Duc de La Rochefoucauld begrüßt: “Essen ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst.” Ein Zitat, das auch der saarländische Gastroexperte Rolf Klöckner bei seinem Besuch in Homburg direkt unterstreicht: “Essen muss jeder Mensch und macht auch jeder Mensch. Aber die Wertigkeit ist bei den verschiedenen Menschen anders. Manche haben daraus eine wirkliche Kunst gemacht, auch mit ganz viel Kleinigkeiten ganz große Sachen zu machen. Andere nehmen Nahrung auf damit der Körper weiterlebt. Und die, die es als Kunst zelebrieren, für die ist es auch oft etwas Soziales. Mit Freunden zusammen am Tisch sitzen, ein Gläschen Wein trinken, etwas Vernünftiges essen, das ist schon Kunst.”

Rolf Klöckner ist in den letzten Jahrzehnten viel herumgekommen. Sein Revier erstreckt sich vom Saarland über Lothringen bis ins Elsaß, Luxemburg und der Pfalz. Wo immer es Neues zu entdecken gibt, da ist auch Klöckner Gast und gern gesehen. In seinem “Regioguide” bringt er die besten Adressen zusammen, vom Drei-Stern-Restaurant bis zum Bistro an der Ecke. Doch damit nicht genug. Vor einigen Wochen hat er sein neues Buch mit dem Titel “Grenzenlose Genusstipps entlang der Saar” veröffentlicht.

Foto: Stephan Bonaventura

In 30 Kapiteln geht es um Kulinarik der unterschiedlichsten Art, um Geheimtipps und um wunderbare Erfahrungen und Begegnungen. Rolf Klöckner nimmt seine Leser mit auf eine Reise, die er selbst erlebt hat. Eine Reise, von der er viel zu erzählen hat, unterhaltsam geschrieben und mit wertvollen Details, die selbst Kenner der hiesigen Gastrokultur noch schwer überraschen dürften.

Im Gespräch zeigt er uns begeistert ein spezielles Salz aus der Nähe von Marsal in Lothringen. Es ist nur eins von vielen Highlights, die sich in seinem neuen Buch wiederfinden. “Jeder Genusshandwerker, der irgendetwas produziert, ob das Käse ist, Salz, Schnaps oder anderes, macht sich sehr viele Mühe und Gedanke wie er sein Produkt so optimal wie möglich zubereitet. Für mich ist ganz entscheidend was die Produzenten machen, denn hier kaufen ja auch die Köche ein.”, erklärt Klöckner in seiner charmant lockeren Redensart.

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Genau diese Redensart erlebten auch die Besucher seiner Lesung im Vin!oh. Aufmerksam und mit viel Interesse lauschten sie seinen Erzählungen, die eine Mischung aus Lesungen seines Buches und zusätzlichen Anekdoten waren. Nachfragen gab es viele und Klöckner beantwortete sie mit spürbarer Freude während am Tisch erlesener Wein gereicht wurde.

Eine Lieblingsgegend hat der “Gastronaut” Klöckner nicht, denn zu entdecken gibt es überall etwas, das rät er auch seinen Lesern: “Von der Quelle bis zur Mündung ist die Saar richtig interessant. Es gibt hier ganz verschiedene Dinge, die man wertschätzen sollte, die man aber auch überhaupt erst einmal wissen sollte, wie eben z.B. das Salz, die Mirabellen in Lothringen, der Viez, die Äpfel, der Saar-Riesling und so vieles mehr. Ich würde vorschlagen das Buch unter den Arm zu nehmen und von Kapitel 1 bis 30 die Gegend abzufahren.”

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Wer so viel auf Tour ist, hat natürlich kaum noch Zeit selbst zu kochen. Doch immer wenn es Rolf Klöckner dann trotzdem schafft, kann er von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz profitieren. “Ich hatte Zeiten im Leben, da kochte ich jeden Tag, auch gern für viele Leute. Das hat nachgelassen aber am Wochenende mache ich das gerne.”

Der Abend im Vin!oh hat Spaß gemacht und vor allem auch Appetit auf mehr. Wer sich für das Buch interessiert, bekommt auf der Verlagsseite alle Infos: Klick hier

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