Am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg findet eine ganztägige Fortbildung zu Reise- und Tropenmedizin statt.

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene hat unter dem Titel „Update Reisemedizin“ ein vielfältiges Programm für das Fachpublikum zusammengestellt. Ärzte, Pharmazeuten und weitere medizinische Berufsgruppen können sich ganztägig auf dem UKS-Campus weiterbilden.

Der Saarländische Ministerpräsident Tobias Hans wird das Grußwort zum Auftakt sprechen und es konnten national und international bekannte Experten für die Fachbeiträge gewonnen werden.

Reisemedizin ist ein Aufgabenschwerpunkt des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Bereits im Januar letzten Jahres wurde eine reise- und tropenmedizinische Sprechstunde ins Leben gerufen. Das Institut berät individuell in der Sprechstunde, informiert zudem die interessierte Öffentlichkeit beispielsweise auf Reisemessen und organisiert Fortbildungen für Fachpersonal, wie das im September stattfindende Update Reisemedizin. „Durch die Corona-Pandemie ist das Thema Reisemedizin verstärkt in den Köpfen der Menschen angelangt“, wissen Prof. Dr. Dr. Sören Becker, Direktor des Instituts am UKS, und seine Kollegen zu berichten. „Seitdem wieder vermehrt Fernreisen unternommen werden, beantworten wir zunehmend Fragen mit Bezug zu Covid-19, beispielsweise zu Einreiseanforderungen, Impfungen oder Testpflichten.“

Doch das Themenfeld Reisemedizin ist weit umfangreicher: Infektiöse Durchfallerkrankungen, lebensgefährliche Infektionen wie Malaria oder Typhus sowie gesundheitliche Risiken etwa durch ungewohntes Klima, giftige Tiere oder auch aufgrund langer Flugreisen – es gibt viele Aspekte, die bedacht werden müssen. Prof. Becker kann allerdings beruhigen: „Durch eine gute Vorbereitung und eine reisemedizinische Beratung lassen sich solche Risiken minimieren. Oftmals reichen einfache Maßnahmen wie beispielsweise eine Schutzimpfung oder vorbeugendes Verhalten aus.“

Für die Reisenden sind die Hausärzte oder die Apotheken vor Ort oftmals der erste Kontakt bei reisemedizinischen Fragestellungen. „Gerade für dieses Fachpersonal ist es daher wichtig, über die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen informiert zu sein“, so Prof. Becker. „Welche Medikamente sollte man für bestimmte Reiseländer empfehlen? Welche Untersuchungen sind bei kranken Reiserückkehrern wichtig? Wenn sich Neuerungen ergeben, ändern sich auch die Antworten auf solche Fragen. Und über diese Änderungen möchten wir zusammen mit den Referentinnen und Referenten sowie den teilnehmenden Gesundheitsexpertinnen und Gesundheitsexperten diskutieren.“

Die Fortbildungsveranstaltung wird mit einem Grußwort des Saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans beginnen, Prof. Becker wird die aktuelle Infektionsepidemiologie vorstellen. Anschließend folgen Fachvorträge zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten von national und international bekannten Experten. Themen sind u.a. neue Virusinfektionen, ein Update zu Malaria, Höhenmedizin sowie ein Zukunftsausblick auf Covid-19. Ein weiterer Schwerpunkt sind Reiseimpfungen, die getrennt für Kinder, für Erwachsene und für Immunsupprimierte besprochen werden und für die zudem ganz allgemeingültige Tipps gegeben werden.

Termin Fortbildung: Samstag, 18. September 2021

Eine Anmeldung für interessiertes Fachpersonal ist noch bis zum 31. August 2021 möglich. Weitere Details zur Anmeldung finden sich im Veranstaltungsflyer oder auf www.uks.eu.

Über die reise- und tropenmedizinische Sprechstunde

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum des Saarlandes hat Anfang 2020 eine reise- und tropenmedizinische Sprechstunde etabliert. Das Angebot reicht von reisemedizinischer Beratung vor einem Auslandsaufenthalt über die Durchführung von vorbeugenden Impfungen bis hin zu einer fundierten, tropenmedizinischen Abklärung bei gesundheitlichen Problemen nach einer Reise. Termine können direkt über den Online-Service unter www.reisemedizin.uks.eu, telefonisch unter Tel. 0 68 41 / 16 – 2 39 28 oder per E-Mail an reisemedizin@uks.eu vereinbart werden. Weitere Informationen finden Interessierte auf der genannten Internetseite der reise- und tropenmedizinischen Sprechstunde.

Da für vorbeugende reisemedizinische Leistungen kein gesetzlicher Krankenversicherungsschutz besteht, wird empfohlen, bereits vorab zu prüfen, ob die Kosten dennoch über die gesetzliche oder private Krankenversicherung erstattet werden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann das Angebot immer auch als Selbstzahler in Anspruch genommen werden.

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