Symbolbild

Das im Oktober vom Innenministerium ins Leben gerufene Programm für den Erwerb von mobilen Luftreinigungsgeräten für schlecht zu lüftende Klassen- und Gruppenräume in kommunalen KiTas und Grundschulen, das ausgelaufen ist, wird neu aufgelegt – und erweitert: hierbei wird die Anschaffung von Geräten gefördert, unabhängig davon, wie gut die Räume zu lüften sind.

„Aufgrund der aktuellen Entwicklungen, gerade im Hinblick auf die Ausbreitung der Delta-Variante, wird den Kommunen in Kürze ein pauschaler Festbetrag abhängig von ihrer Einwohnerzahl überwiesen“, erklärt Innenminister Klaus Bouillon. „Das hat den Vorteil, dass die Kommunen sofort Geräte bestellen können, ohne Anträge stellen zu müssen.“

Für die Ausstattung mit Luftreinigern stehen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, so der Minister. Und weiter: „Angesichts der jetzt schon rasanten Entwicklung der Delta-Variante kann ich nur appellieren, von unserem Programm Gebrauch zu machen.“

Das neue Programm sieht die Ausstattung von Unterrichts- und Betreuungsräume in kommunalen Kitas und Grundschulen vor – unabhängig davon, wie gut die Räume zu lüften sind. Alternativ zum Erwerb von mobilen Luftreinigungsgeräten ist auch der Einbau ventilatorgestützter Zu- und Abluftsysteme (z.B. in Fensteröffnungen) möglich.

Innenminister Bouillon: „Bei den neuen Fördermodalitäten handelt es sich um ein Soforthilfeprogramm, mit dem 2,5 Millionen Euro an die Gemeinden verteilt werden. Die Gelder werden ohne Antrag bewilligt und anschließend abgerechnet. Wir wollen bürokratische Hürden vermeiden, um schnellstmöglich aktiv werden zu können.“

Zudem spricht sich der Innenminister  für eine Höchstfördergrenze von 2.000 Euro pro Gerät aus, so dass möglichst viele Räume mit Lüftungsgeräten ausgestattet werden können. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die angeschafften Geräte der Kommunen auch an freie Träger auszuleihen.

Zusätzlich zu den Luftreinigungsgeräten hatte Bouillon im Herbst des vergangenen Jahres auf die Bitte der kommunalen Spitzenverbände reagiert, die als Schulträger um die Förderung von CO²-Meldern gebeten hatten. Im Saarland sind die Gemeinden für die Grundschulen, die Gemeindeverbände für die weiterführenden und beruflichen Schulen zuständig. Hierfür stellte das Innenministerium eine Million Euro zur Verfügung. Damit konnten bisher 4.490 Co²-Messgeräte gefördert werden, die das Ansteigen des Kohlenstoffdioxid-Wertes in Innenräumen frühzeitig erkennen und somit helfen, das Infektionsrisiko für die Ansteckung mit dem Corona-Virus zu minimieren.

Innenminister Bouillon: „Derzeit kann noch niemand mit Gewissheit sagen, wie sich die Delta-Variante entwickelt, doch es wäre unverantwortlich, unvorbereitet in den kommenden Herbst zu gehen.“ Man wisse sehr gut, wie schnell sich das Virus in schlecht gelüfteten Räumen verbreiten kann. Dementsprechend sollte man jede Möglichkeit nutzen, für bessere Luft zu sorgen.

„Luftreiniger sind nicht das Allheilmittel, um Corona zu bekämpfen, doch als ergänzende Maßnahme sinnvoll“, so der Minister. „Zum Schutz unserer ungeimpften Kinder in den Schulen und Kitas sollten wir dementsprechend nichts unversucht lassen, die Viruslast zu verringern. Deshalb sollten die Gemeinden prüfen, in welchen Einrichtungen entsprechende Geräte installiert werden könnten.“

Innenminister Bouillon wirbt zudem dafür, dass die Bürgermeister losgelöst vom neuen Programm weitere Lüftungsanlagen für kommunale Einrichtungen anschaffen. „Außerdem wäre mit Blick auf den Gesundheitsschutz generell eine stärkere Beteiligung des Bundes zur Ausstattung mit Lüftungsgeräten wünschenswert“, so der Minister abschließend.

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