Rund 20 krebskranke Kinder freuten sich über die einstündige Spritztour. Bild: Bill Titze.

„Kinderaugen sollen strahlen“ – so heißt eine Charity-Aktion, die krebskranken Kindern bereits seit vielen Jahren einige schöne Stunden beschert. Und auch in diesem Jahr war der Name Programm, denn bereits vor der einstündigen Fahrt mit PS-starken Autos war den Kindern die Freude deutlich anzusehen.

Es war ein Anblick, der auch erwachsenen Auto-Nerds echte Freude beschert hätte: ein wertvoller Bolide reihte sich an den anderen, von Rot bis Blau funkelten die Sportwagen in der tiefstehenden Sonne. Doch ging es auf dem Parkplatz des Möbel Martin in Zweibrücken nicht um den Start eines Autorennens, sondern um eine Aktion für die gute Sache.

„Kinderaugen sollen Strahlen“ heißt das Charity-Event, das krebskranken Kindern aus der Homburger Kinderklinik und dem Ronald McDonald-Haus zumindest einige Minuten von ihrem Schicksal ablenken soll. „Auch schwerkranke Kinder haben ein Recht auf Lebensfreude“, betonte Initiator Thomas Höchst, der die Aktion vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat. „Damals saß ich im Flugzeug und dachte darüber nach, wie man Kindern, die ums Überleben kämpfen, etwas Gutes tun könnte.“

Mit solch hochmotorigen Sportwagen waren Fahrer und Kinder unterwegs. Bild: Bill Titze.

Schnell entstand die Idee, die Kinder schlicht und einfach auf eine Spritztour mitzunehmen. Er selbst fahre gerne Sportwagen und habe es schon mehrmals erlebt, dass Kinder gerade von solchen Autos extrem begeistert sind. „Wenn Kinder in einem solchem Wagen sitzen, dann strahlen ihre Augen einfach“, erzählte Höchst, bevor sich die rund 20 Sportwagen auf die rund einstündige Fahrt machten. Und tatsächlich war die Freude den Kindern schon anzusehen, weit bevor die einzelnen Wagen zugelost wurden. Ihre Blicke waren von den insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro schwere Autos gar nicht mehr wegzubekommen und vielen stand die Frage ins Gesicht geschrieben, in welchem sie am liebsten mitfahren würden.

Initiator Thomas Höchst (Mitte) erläuterte kurz den Hintergrund der Aktion. Bild: Bill Titze.

Möglich war das Event aber letztlich nur, weil sich rund zwei Dutzend Helfer bereiterklärt hatten, ihre Wagen zur Verfügung zu stellen und die Kinder rund um Homburg und Zweibrücken zu chauffieren. Dafür gab es von Höchst ein großes Lob. „Da gibt es Leute, die sind zum fünften Mal dabei. Diese Hilfsbereitschaft ist einfach der Wahnsinn.“ Der Wahnsinn war schließlich auch die einstündige Tour durch die saar-pfälzische Grenzregion, die viele Kinderaugen zum Strahlen gebracht haben dürfte.

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