Bild: Christian Schäfer

In knapp zwei Wochen geht es endlich wieder los: In Homburg wird wieder gefeiert wie in Bayern. Denn ab dem 24. September steigt im großen Festzelt am Forum die Homburger Wiesn. In zwei Jahren Corona-Pause ist bei der Organisation zwar einiges schwieriger geworden, wie Veranstalter Thorsten Bruch erklärt. Der Stimmung dürfte das jedoch keinen Abbruch tun.

Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, dem dürfte es kaum entgangen sein: Auf der großen Freifläche unterhalb des Forums wird eifrig gewerkelt. Und dieses Mal ist es kein Testzentrum, das dort aufgebaut wird, sondern eine Location, die deutlich mehr Freude auslösen dürfte: das Festzelt für die 14. Homburger Wiesn. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause heißt es ab Ende September also wieder: Feiern wie in Bayern!

An insgesamt zwei Wochenenden werden in Homburg dann wieder Hendl genossen und bei stimmungsvoller Musik die Bierkrüge hochgestemmt. Zuvor muss aber natürlich noch das große Festzelt aufgebaut werden, das zur Wiesn dazugehört wie Dirndl und Lederhose. „Wir sind jetzt in der heißen Phase der Vorbereitungen“, erklärt Veranstalter Thorsten Bruch von TOB-Events. Und die sind in diesem Jahr noch etwas heißer als sonst, denn das Zelt wird etwas anders positioniert als früher. Dieses wird mehr auf die Wiesenfläche gedreht, wo früher das Hallenbad stand. „Vorher musste man zum Eingang komplett außen herum laufen. Nun kommt man wieder schön in den Eingangsbereich“, freut sich Bruch. Doch das ist auch mit Mehrarbeit verbunden, schließlich musste man komplett neu planen. „An der Position hängt nämlich ganz viel Kleinarbeit.“

Es ist einer der Gründe, wieso die Vorbereitungen vielleicht nicht ganz so leicht von der Hand gehen, wie sonst. Ein anderer ist die Situation bei den Servicekräften. Es sei schwierig gewesen, genug von ihnen zu finden, beschreibt Bruch eine Situation, die die ganze Eventbranche umtreibt. „28 Kellner haben wir jetzt, was das Schänkenpersonal angeht, suchen wir immer noch Leute.“ Auch an anderer Stelle gab es bei den Planungen Schwierigkeiten. Stichwort Materialengpässe. „Es war besonders schwierig, Verfügbarkeit für manche Dinge zu erzielen, weil sie ausverkauft waren oder einfach nicht mehr hergestellt werden“, so Bruch. Dazu käme in manchen Bereichen eine Verdoppelung der Preise, wie bei Dekoration oder Getränken. Zwischenzeitlich haben sich laut Bruch auch gesetzliche Regelungen geändert, wodurch beispielsweise Security-Kräften mittlerweile Feiertagszuschläge gezahlt werden müssen. Das Ergebnis sind steigende Ticketpreise für den Stehplatz: Statt 15 Euro wie 2019 kostet der in diesem Jahr 20 Euro.

Bild: Christian Schäfer
Bild: Christian Schäfer

Echte Wiesn-Fans dürfte aber auch dieser Preis nicht von einem Besuch abhalten, schließlich ist im Festzelt einiges geboten. Los geht’s am Samstag, 24. September, mit den „Midnight Ladies“, die mit außergewöhnlichem Bühnenbild und stimmungsvoller Musik in Homburg schon des Öfteren für eine Ausnahmestimmung gesorgt haben. Am folgenden Sonntag kommen dann vor allem die Familien auf ihre Kosten, wenn sich die Kids nachmittags auf Hüpfburg, Funwheel und Co. austoben können. Zuvor können die Besucher bei Weißwurst und Frühschoppen eine echt-bayerische Atmosphäre genießen. Ab 16 Uhr steigt schließlich die große Nachmittagsparty mit „Take 5“.

Nach drei Tagen Verschnaufpause steht am Donnerstag, 29. September, mit dem „Humbojer Daa“ ein echtes Highlight der Homburger Wiesn an. Homburger haben freien Eintritt, wenn ab 16 Uhr bei der XXL-Afterwork Party die Krüge in die Luft gestemmt werden. Für die richtige Atmosphäre sorgen nicht nur die „Big Maggas“ mit handgemachter Musik und schrägen Showeinlagen. Auch die Lokalmatadoren der „Firma Holunder“ dürften es so richtig krachen lassen. Auf diesen Tag freut sich auch Veranstalter Bruch ganz besonders. „Am Humbojer Daa herrscht immer eine ganz besondere Stimmung, weil sich da fast jeder kennt und es sehr familiär zugeht.“

Bild: Christian Schäfer

Stimmungsvoll dürfte es aber auch an den drei folgenden Abenden zugehen. Während am Freitag, 30. September, die neunköpfige Formation „Krachleder“ dem Publikum einheizen wollen, möchte am Samstag, 1. Oktober, die Band „Rockspitz“, die Homburger Wiesn nach 2019 zum zweiten Mal rocken. Und für Feierfreudige ist die Wiesn damit noch lange nicht beendet, denn am 3. Oktober ist bekanntlich Feiertag. Daher kann auch am Sonntag ordentlich gefeiert werden, wenn mit den „Bayernrockern“ die Abschlussparty steigt. Am Montag wird die Wiesn schließlich mit dem Festumzug beschlossen, der um 13.30 Uhr am Enklerplatz beginnt und vor dem Festzelt mit großem Böllerschießen endet.

Eine wichtige Information fehlt aber noch, die im Jahr 2022 wirklich zu jedem Volksfest-Artikel dazugehört: Darf der längst zum Kult-Hit gewordene, für manche Ohren zu „sexistisch“ klingende Malle-Song „Layla“ im Homburger Festzelt gespielt werden? „Natürlich darf er das“, versichert Bruch. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass spätestens dann die Stimmung im Homburger Festzelt auf dem Siedepunkt sein dürfte. Bei Veranstalter Bruch kennt die Vorfreude nach zwei Jahren Corona-Pausen bereits zwei Wochen vor dem Start jedenfalls keine Grenzen. „Riesig“ sei die, versichert er. Nicht wenigen Homburgern dürfte es genauso gehen.

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