Foto: Joachim Schindelhauer-Deutscher
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Hopfen statt Höhenmeter – so lautete das Motto einer dreitägigen Radtour, zu der sich zwölf Radler des TV Altstadt Mitte Juli aufmachten. Start und Ziel: München. Dazwischen: knapp 300 Kilometer Strecke, jede Menge bayerische Lebensart und der ein oder andere Zwischenstopp zur Wiederherstellung des Flüssigkeitshaushalts. Die „Hopfenrunde“ war weniger eine sportliche Tortur als vielmehr ein augenzwinkerndes Gemeinschaftserlebnis mit viel Charakter.

Schon die Anreise am 14. Juli bot Stoff für erste Lacher: Einer der beiden Fahrer hatte sein Fahrzeug vorsorglich mit Winterreifen bestückt – aus Sorge vor „witterungsbedingten Überraschungen“ mitten im Hochsommer. Auf dem Viktualienmarkt gab’s beim traditionellen „Einlaufbier“ erste Kostproben bayerischer Gastfreundschaft – und den passenden Auftakt für drei gesellige Tage auf dem Sattel.

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Die erste Etappe führte bei drückender Hitze von München nach Schrobenhausen. Tour-Guide Wilfried Simon manövrierte die Gruppe souverän durch den morgendlichen Stadtverkehr und erntete dafür nicht nur Applaus, sondern auch echte Dankbarkeit. Vorbei an malerischen Zwiebelturmkirchen und Bauernhöfen ließ sich zwar die Schönheit Oberbayerns genießen – der Hopfen selbst blieb aber weitgehend verborgen, sowohl am Feld als auch im Glas.

Foto: Joachim Schindelhauer-Deutscher

Tags darauf ging es über Neuburg an der Donau und den Donau-Deich bei Ingolstadt nach Volnzach. Die Sonne meinte es fast zu gut: Bei über 30 Grad entwickelte sich bei einigen Fahrern eine ernsthafte „Unterhopfung“. Abhilfe schuf der schattige Biergarten Birnthaler in Geisenfeld, dessen rustikale Atmosphäre die fünf Extra-Kilometer mehr als wettmachte.

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Die abschließende Etappe führte tief hinein ins Herz der Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Zwischen staubigen Schotterpisten und unangenehm steilen Rampen war manch einer froh, beim Durchqueren des Englischen Gartens wieder Münchner Luft zu schnuppern. Ziel war der traditionsreiche Hirschgarten, wo das Abschlussbier mit großer Sehnsucht erwartet wurde.

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Den würdigen Schlusspunkt setzte der gemeinsame Abend im „Augustiner am Platzl“ – mit deftiger Küche und hauseigenen Hopfenspezialitäten, die selbst erfahrene Radler ins Schwärmen brachten. So endete eine rundum gelungene, unfallfreie Fahrt, die vor allem eines zeigte: Gemeinsam radeln geht auch mit Humor, Genuss und ganz ohne Leistungsdruck.

Foto: Joachim Schindelhauer-Deutscher
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