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Die Bilanz alarmiert: 2025 verzeichnete die Unfallstatistik so viele Zusammenstöße mit E-Scootern wie nie zuvor. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes kletterte die Zahl der Unfälle mit Personenschaden binnen eines Jahres um 38,1 Prozent, von 11.944 auf 16.496 Fälle. 38 Menschen verloren dabei ihr Leben, elf mehr als noch 2024. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) reagiert darauf mit klaren Forderungen.

Im Zentrum steht der Ruf nach einem Befähigungsnachweis. Wer keinen Führerschein besitzt, aber einen E-Scooter fahren möchte, soll künftig belegen müssen, dass er die grundlegenden Regeln kennt und sein Gefährt sicher beherrscht. Das Unfallgeschehen deute darauf hin, dass es genau daran häufig hapere, so der Verband.

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„Wir müssen sicherstellen, dass alle, die mit einem E-Scooter unterwegs sind, die wichtigsten Regeln kennen und ihr Fahrzeug sicher beherrschen“, erklärt DVR-Präsident Manfred Wirsch. Er verweist auf das Vorbild der Mofa-Prüfbescheinigung und schlägt vor, eine solche Ausbildung bereits in der Schule anzubieten. Vermittelt werden sollten sowohl Verkehrsregeln als auch die fahrphysikalische Kontrolle über das Gerät.

Besonders die jüngeren Nutzergruppen bereiten dem DVR Sorge. Eine eigene Auswertung der amtlichen Daten zeigt, dass 2025 rund 2.200 der verunglückten Fahrenden oder unerlaubt Mitfahrenden jünger als 15 Jahre waren. Vier von ihnen starben, 211 wurden schwer verletzt. Aus diesem Grund fordert der Rat, das Mindestalter für die Nutzung von 14 auf 15 Jahre anzuheben. „Wer ein motorisiertes Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt, braucht die nötige Reife und Erfahrung“, betont Wirsch.

Ein Blick auf die häufigsten Fehler offenbart, wo die Probleme liegen. Mit 21,6 Prozent führt die falsche Nutzung von Fahrbahn oder Gehweg die Statistik an, gefolgt vom Fahren unter Alkoholeinfluss mit 10,9 Prozent und nicht angepasster Geschwindigkeit mit 8,4 Prozent. Für den DVR ein Zeichen dafür, dass viele Regeln zwar bekannt, aber bewusst missachtet werden. Wirsch fordert daher mehr Kontrollen durch die Polizei, um die Vorschriften konsequent durchzusetzen.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Sichtbarkeit. Gerade in der Dämmerung und bei Dunkelheit würden Rollerfahrende beim Queren von Fahrbahnen oft übersehen. Der Verband plädiert deshalb für verpflichtende gelbe Seitenmarkierungsleuchten an neuen Fahrzeugen. Bei Bestandsmodellen sollen zumindest Reflektoren an der Lenkstange die seitliche Erkennbarkeit verbessern.

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Einige politische Weichenstellungen begrüßt der DVR ausdrücklich, etwa die ab 2027 geltende Blinkerpflicht für Neufahrzeuge und die erhöhten Verwarngelder für unerlaubtes Fahren auf Gehwegen oder zu zweit. Auch die geplante Einbeziehung der Roller in die Gefährdungshaftung der Halter wertet er positiv, weil sie Verletzten den Weg zu Entschädigungen erleichtern soll.

„Angesichts der alarmierenden Unfallbilanz appelliere ich an Bund und Länder, bei den Regeln für E-Scooter kontinuierlich nachzusteuern“, sagt Wirsch. Ein Befähigungsnachweis, ein höheres Mindestalter und bessere Sichtbarkeit könnten schwere Unfälle spürbar senken. Zugleich richtet er einen Appell an alle Fahrenden: Wer sicher unterwegs sein wolle, solle vorausschauend fahren und einen Helm tragen, um das Risiko schwerer Kopfverletzungen zu verringern.

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