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Kaum eine Nachricht dürfte in St. Ingbert in den vergangenen Wochen so viele Gespräche ausgelöst haben wie die Ankündigung, dass beim Automatisierungsspezialisten Festo Stellen wegfallen sollen. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer hat deshalb das direkte Gespräch gesucht und sich mit Martin Roth, dem Betriebsratsvorsitzenden der Festo SE in Rohrbach, zusammengesetzt.

Im Zentrum des Austauschs standen die konkreten Folgen des geplanten Personalabbaus für den Standort. Darüber hinaus ging es um die vorgesehene Modernisierung und den Ausbau der Logistik sowie um die Pläne, den Bereich der Linearachsen zu einem Kompetenzzentrum weiterzuentwickeln – mit hochqualifizierten Tätigkeiten und anspruchsvollen Produktionstechnologien.

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Bundesweit will das Unternehmen rund 1.300 Arbeitsplätze streichen. Nach Angaben von Festo soll dieser Schritt über Freiwilligenprogramme und sozialverträgliche Maßnahmen abgefedert werden. Auch der Standort Rohrbach ist von den Kürzungen betroffen. Zu den weiteren Entwicklungen steht die Stadtspitze in engem Kontakt mit der Standortleitung.

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer tauscht sich mit dem Betriebsratsvorsitzenden Martin Roth bei der Festo SE in Rohrbach aus. — Foto: Florian Jung

Wie sehr das Thema die Menschen vor Ort bewegt, machte Meyer im Gespräch deutlich. „Festo ist einer der wichtigsten Arbeitgeber unserer Stadt. Fast jeder kennt in St. Ingbert jemanden, der bei Festo arbeitet oder gearbeitet hat. Deshalb bewegt diese Nachricht viele Menschen“, so der Oberbürgermeister. Umso wichtiger sei es, dass der Abbau sozialverträglich umgesetzt werde und der Standort Rohrbach auch künftig eine starke Perspektive behalte.

Die Stadt werde die kommenden Schritte genau im Blick behalten und den Dialog mit Arbeitnehmervertretung und Standortleitung fortführen, kündigte Meyer an. Das erklärte Ziel: gemeinsam Wege zu finden, die den Beschäftigten Sicherheit bieten und zugleich die Zukunft des traditionsreichen Standorts sichern.

Damit signalisiert die Stadtverwaltung, dass sie sich nicht auf die Rolle des Zuschauers beschränken will. Für eine Kommune, in der Festo tief verwurzelt ist, geht es um weit mehr als einzelne Arbeitsplätze – es geht um ein Stück lokaler Identität und wirtschaftlicher Stabilität.

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