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Chanson, Musette und eine gehörige Portion Sommerstimmung: Im Römermuseum Schwarzenacker sorgte das Quartett „French Touch“ am vergangenen Donnerstag für einen Abend, der viele Besucher gedanklich direkt nach Frankreich versetzte. Das Open-Air-Konzert im Rahmen der Reihe „Kultur im Museum“ der Homburger Kulturgesellschaft geriet für das zahlreich erschienene Publikum zu einem der Höhepunkte des Kultursommers.

Die antike Kulisse des Museums, milde Temperaturen und dazu Melodien, die unweigerlich Fernweh weckten – die Rahmenbedingungen hätten kaum passender sein können. Vor Konzertbeginn richtete Raimund Konrad das Wort an die Gäste und zeigte sich sichtlich erfreut über den Zuspruch. „Ich freue mich, dass Sie so zahlreich heute Abend erschienen sind. Das Ambiente hier ist wunderbar und im Moment spielt auch das Wetter mit – besser kann es kaum sein“, sagte er und stellte den Zuhörern einen stimmungsvollen Abend in Aussicht.

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Dieses Versprechen lösten die vier Musiker mühelos ein. Auf der Bühne standen Akkordeonistin und Moderatorin Alexandra Maas, Gitarrist Harald Pfeil, Kontrabassist Wolfgang Janischowski sowie Michael Lakatos an Schlagwerk und Vibraphon. Als vorletzte Formation der diesjährigen Konzertreihe bewegten sie sich mit spürbarer Spielfreude zwischen Chanson, Musette, Tango, Jazz und eigenen Kompositionen.

Mal schwungvoll, mal gefühlvoll, dann wieder voller Temperament: Jedes Stück trug seine eigene Handschrift und wurde mit langem Applaus bedacht. Einen besonderen Anteil an der Atmosphäre hatte Frontfrau Alexandra Maas. Die Gewinnerin des Deutschen Akkordeon-Musikpreises überzeugte nicht nur an ihrem Instrument, das 2026 zum „Instrument des Jahres“ gekürt wurde, sondern führte mit Charme und Humor durch das Programm.

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Zwischen den Titeln streute die Musikerin immer wieder Anekdoten aus der mehr als 25-jährigen Bandgeschichte ein. So erfuhren die Gäste auf unterhaltsame Weise, wie das Ensemble entstand und welche Leidenschaft die Musiker für die französische Musik antreibt. Maas hatte „French Touch“ bereits Anfang der 2000er-Jahre gegründet und prägt die Gruppe bis heute als musikalischer Kopf.

Ihre Vorliebe für Musettes und Tangos war in jedem Moment zu hören. Mit feinem Gespür verlieh sie bekannten Melodien einen unverwechselbaren Klang, während Pfeil, Janischowski und Lakatos das Zusammenspiel mit präziser Abstimmung ergänzten. Am Ende waren sich die Besucher einig, dass in Schwarzenacker Musik, Geschichte und Sommerstimmung zu einem seltenen Erlebnis verschmolzen waren – ein Abend, der französisches Lebensgefühl in die Region trug und vielen lange in Erinnerung bleiben dürfte.

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Alle Bilder: Friedel Simon

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