Bild: FC 08 Homburg

Der FC 08 Homburg steht im Saarlandpokal-Halbfinale – und das vollkommen verdient. Im Derby gegen den 1. FC Saarbrücken zeigten die Grün-Weißen eine starke Leistung und gewannen mit 2:1. Ein Klassenunterschied zwischen Regionalligist und Drittligist war dabei nicht zu erkennen. Der entscheidende Treffer fiel dennoch erst in einer packenden Schlussphase.

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Packend, stimmungsvoll und bis zur letzten Minute spannend – es war wieder einmal ein Derby, das keine Wünsche übrig ließ. 6000 Zuschauer sahen ein Duell auf Augenhöhe, bei dem am Ende der FCH die Nase vorn hatte. Das lag nicht zuletzt daran, dass sich der Regionalligist gegen den Drittligisten aus Saarbrücken keineswegs versteckte, sondern munter mitspielte.

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Von Beginn an war das Match offen, gab es ansehnliche Kombinationen und viele Torchancen. Beide Seiten hätten schon früh in Führung gehen können, doch meist fehlte beim Abschluss der letzte Feinschliff – oder einer der beiden Keeper machte einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor der Halbzeitpause war jedoch auch der starke Daniel Batz im Saarbrücker Kasten chancenlos. Marco Hingerl eroberte im Mittelfeld den Ball, bediente Patrick Dulleck und der hämmerte die Kugel nach einem unwiderstehlichen Solo in die Maschen. Der verdiente Führungstreffer nach einer mehr als ansehnlichen ersten Hälfte. „Da haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht“, freute sich FCH-Trainer Timo Wenzel.

Nach der Pause dann die einzige Phase in der Partie, in der die Landeshauptstädter tatsächlich Druck auf die Homburger Hintermannschaft aufbauen konnten. Prompt fiel dann auch der Ausgleich: Die Grün-Weißen bekamen den Ball nicht weg und Dominik Ernst nutzte das Chaos gnadenlos aus (51.). Doch wer nun erwartet hatte, dass der FCS das Ruder komplett herumreißen würde, sah sich getäuscht. Der FCH schaffte es, defensiv weiter kompakt zu stehen und den Saarbrückern keine Räume zu bieten. Die Partie verflachte nun jedoch etwas. Es schien fast so, als hätten sich die beiden Erzrivalen die Highlights für den Schluss aufgehoben.

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Denn erst in der Schlussviertelstunde gab es wieder Torchancen zu sehen. Eine davon nutzte Mart Ristl. Nach einer Flanke von Tim Stegerer kam Ristl an den Ball und zirkelte das Leder in den Winkel des Saarbrücker Kastens. Riesenjubel im Homburger Waldstadion. Doch das Match war noch nicht beendet. Saarbrücken machte nochmal Druck und hätte kurz vor Schluss fast noch den Ausgleich erzielt. Nach einer Flanke kam Sebastian Jacob an die Kugel und verpasste den abermaligen Ausgleich nur um Haaresbreite. Direkt danach folgte der Schlusspfiff. „Der ganze Verein ist stolz auf die Jungs, sie haben alles reingehauen, waren griffig und haben leidenschaftlich verteidigt“, war FCH-Coach Wenzel voll des Lobes. Für die Fans war der Derby-Erfolg gegen den Erzrivalen mit Sicherheit ein echtes Trostpflaster in einer insgesamt enttäuschenden Saison. Und der ganz große Coup könnte ja noch bevorstehen. Schließlich steht man nun im Pokal-Halbfinale und könnte in diesem Jahr den Pott nach vielen Jahren wieder in die Saarpfalz holen.

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