Seit einigen Monaten fallen in Bexbach immer wieder beschädigte Verkehrsschilder, beschmierte Laternenmasten und beklebte Stromkästen ins Auge. Im Stadtbild häufen sich Aufkleber und Graffiti, die nicht nur das Erscheinungsbild verändern, sondern auch Kosten verursachen. Ein erheblicher Teil dieser Beschädigungen steht nach Angaben der Stadt in Zusammenhang mit dem 1. FC Saarbrücken.
Die Stadtverwaltung registriert die Vorfälle seit Längerem und sieht inzwischen Handlungsbedarf. Betroffen sind unterschiedliche Bereiche des öffentlichen Raums: Neben Verkehrsschildern und Laternen werden auch Stromkästen und weiteres städtisches Inventar in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden entstehen vor allem durch Aufkleber und Farbschmierereien, die entfernt oder überarbeitet werden müssen.
Bürgermeister Christian Prech hatte sich deshalb bereits am 19. Dezember 2025 schriftlich an den 1. FC Saarbrücken gewandt. In dem Schreiben bat er den Verein darum, auf die Situation aufmerksam zu machen und über die vereinseigenen Kanäle auf die Fanszene einzuwirken. Ziel war es, für einen respektvollen Umgang mit öffentlichem Eigentum zu sensibilisieren und so weiteren Sachbeschädigungen vorzubeugen. Eine Antwort des Vereins ist nach Angaben der Stadt bis heute nicht eingegangen.
„Uns ist bewusst, dass solche Handlungen nicht im Sinne des Vereins liegen und vermutlich nur von einzelnen Fans ausgehen“, so Bürgermeister Prech. „Dennoch prägen diese Aktionen das Stadtbild und verursachen zusätzliche Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen.“ Die Stadt betont in diesem Zusammenhang, dass es nicht um eine generelle Kritik am Verein oder an dessen Anhängern geht.
Vielmehr setzt die Verwaltung auf Gesprächsbereitschaft und Kooperation. Nach dem Willen der Stadt könnte ein offener Austausch mit dem Verein und ein klarer Appell über offizielle Vereinskanäle dazu beitragen, weitere Beschädigungen zu verhindern. Zur Problematik zählt aus Sicht der Stadt auch das nachträgliche Übermalen vorhandener Graffiti, das ebenfalls als Sachbeschädigung gewertet wird.
Sachdienliche Hinweise zu den Verursachern können jederzeit an die Polizei oder das städtische Ordnungsamt weitergegeben werden. Da auf das Schreiben vom Dezember bislang keine Reaktion erfolgt ist, macht die Stadt Bexbach ihr Anliegen nun öffentlich und informiert über den bisherigen Verlauf. Gleichzeitig unterstreicht die Verwaltung, dass sie weiterhin für einen konstruktiven Dialog offen ist und auf eine gemeinsame Lösung hofft.


















