Symbolbild

Nun ist das Bewerberfeld komplett: Pünktlich vor Fristende am Montag haben nun auch die Grünen, als letzte der im Bundestag vertretenen Parteien, ihre Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis Homburg bestimmt. Dabei fiel die Entscheidung der Delegiertenkonferenz denkbar knapp aus.

Enger hätte das Votum der Delegierten kaum ausfallen können. Mit 21 von 40 abgegeben Stimmen wurde am Samstag die 58-jährige Marie Luise Herber aus Illingen zur Grünen-Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis Homburg gewählt. Nur ein Delegierter hätte anders entscheiden müssen und es wäre zum Patt mit der Gegenkandidatin Astrid Hilt aus Kirkel gekommen. Doch bei demokratischen Wahlen entscheidet eben die Mehrheit, egal wie knapp das Ergebnis auch sein mag.

Und so betont Herber, die Mitglied im Neunkircher Kreistag ist, auf HOMBURG1-Anfrage auch, dass man sich nun auf den „gemeinsamen Kampf“ gegen den politischen Gegner konzentrieren wolle. „SPD und CDU sollen noch nicht zu früh auf die Fortsetzung der Groko anstoßen“, gibt sich Herber kämpferisch. Ihre Schwerpunkte sind dabei laut eigener Aussage klassische „grüne“ Themen. „Klimaschutz, Umwelt- und Artenschutz sowie soziale Themen wie Kinderrechte und Gleichberechtigung bewegen mich sehr.“

Mit der Nominierung Herbers haben nun alle im Bundestag vertretenen Parteien ihren Direktkandidaten für den hiesigen Wahlkreis bestimmt. Dieser umfasst den Saarpfalz-Kreis, die Städte Neunkirchen, Friedrichsthal und Sulzbach sowie die Gemeinden Spiesen-Elversberg und Quierschied. Dabei ist der direkt gewählte Abgeordnete von einiger Bedeutung für die Region, schließlich kann er im politischen Berlin spezifische Probleme des Wahlkreises ansprechen und unter Umständen finanzielle Mittel in die Saarpfalz lenken.

Bisher vertritt der Homburger Diplom-Kaufmann Markus Uhl (CDU) den Wahlkreis im Bundestag, wo er unterem anderem im wichtigen Haushaltsausschuss sitzt. 2017 konnte er sich mit lediglich zwei Prozent Vorsprung gegen den SPD-Kandidaten Esra Limbacher aus Kirkel durchsetzen. Und auch in diesem Jahr werden die beiden um das Mandat ringen, denn sowohl Uhl als auch der 32-jährige Ministerialangestellte Limbacher wurden bereits vor einiger Zeit zum jeweiligen Direktkandidaten ihrer Parteien gekürt.

Etwas frischer ist die Nominierung des 20-jährigen Linken-Kandidaten Florian Spaniol, der erst vor rund zwei Wochen als Direktkandidat aufgestellt wurde. Während Spaniol als Stadtrat im Homburger Kommunalparlament die große politische Bühne noch nicht betreten konnte, sitzt der Direktkandidat der AfD, Dr. Christian Wirth, bereits seit 2017 im Bundestag. Dort ist er Mitglied im Innenausschuss. Der Rechtsanwalt und jetzige Landesvorsitzende der AfD Saar kam damals über die Landesliste seiner Partei in den Reichstag. Für die FDP tritt schließlich der Blieskasteler IT-Unternehmer Jörg Armbrüster an, der bereits im April auf einer Delegiertenversammlung als Kandidat aufgestellt wurde. Die Parteien haben sich also festgelegt; nun ist es am 26. September an den Bürgern zu entscheiden, wer unsere Region im Bundestag vertreten soll.

 

 

 

 

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