Im Jahr 2021 gab es laut ADAC wieder annähernd so viele Staumeldungen wie vor der Pandemie. Die gemeldeten Staus waren aber im Schnitt von kürzerer Dauer und Länge. Im Saarland verdoppeln sich Stau-Meldungen und -Dauer nahezu.

Im vergangenen Jahr wurden laut ADAC rund 685.000 Stauereignisse – also Stau und stockender Verkehr – auf deutschen Autobahnen gemeldet (2020: 513.500/2019: 708.500). Die angegebenen Staulängen ergaben eine Gesamtlänge von etwa 850.000 Kilometern (2020: 679.000/2019: 1.423.000). Die Dauer der Verkehrsstörungen summierte sich bundesweit auf insgesamt rund 346.500 Stunden (2020: 256.000/2019: 521.000).

Somit stieg die Anzahl der Staumeldungen bundesweit um ein Drittel im Vergleich zu 2020. Die Gesamtdauer der Störungen nahm um 35 Prozent zu. Die Staukilometer erhöhten sich um 25 Prozent. Im Bundesländer-Ranking bilden Nordrhein-Westfalen (32 Prozent), Bayern (16 Prozent) und Baden-Württemberg (9 Prozent) das Spitzen-Trio bei der Anzahl der Staumeldungen. Auf diese drei Bundesländer entfielen somit insgesamt 56 Prozent aller Staumeldungen. Sie bilden auch die Top 3 bei den Stau-Kilometern und bei den Stau-Stunden.

Im Saarland gab es einen Anstieg auf 11.407 Staumeldungen (2020: 6797/2019: 5483), die Staudauer erhöhte sich auf 4446 Stunden (2020: 2248/2019: 2796). Rund die Hälfte der gemeldeten Staus und Staustunden entfielen dabei auf das Autobahnende der A 623 am Ludwigsberg. Die Staulänge ging landesweit auf 4397 Kilometer zurück (2020: 4928/2019: 7200). Im Ranking der Bundesländer hatte das Saarland hinter Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern das geringste Stauausmaß – bezogen auf das vorhandene Autobahnnetz – zu verzeichnen.

Am 23. August 2021 bildete sich auf der A6 in Fahrtrichtung Saarbrücken zwischen den Abfahrten Bruchmühlbach und Homburg der längste Stau im Saarland: Auf einer Länge von 7 Kilometern standen Verkehrsteilnehmer insgesamt 12,5 Stunden im Stau. Spitzentag im Saarland war Dienstag, der 12. Januar 2021. Es gab insgesamt 152 Stauereignisse, Autofahrer standen insgesamt fast 46 Stunden im Stau, auf einer Länge von 325 Kilometern.

Wesentliche Ursache für das wieder gestiegene Staugeschehen auf den Autobahnen gegenüber dem Vorjahr war das höhere Kfz-Aufkommen ab dem März 2021. Für 2022 rechnet der ADAC mit einer Normalisierung der Corona-Situation. Allerdings werde sich erst in den nächsten Jahren zeigen, inwieweit die Ausweitung von Homeoffice-Angeboten in Unternehmen einerseits, die deutlich geringere Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln während der Corona-Pandemie andererseits, künftig Einfluss auf das Kfz-Verkehrsaufkommen und das Staugeschehen auf deutschen Autobahnen nehmen wird.

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