Die Ludwigskirche in Saarbrücken ist seit jeher ein zentraler Ort im Stadtbild – architektonisch bedeutend, historisch aufgeladen und für viele Menschen ein fester Bezugspunkt. Nach Jahren intensiver Sanierungsarbeiten ist das barocke Wahrzeichen nun nicht nur baulich gesichert, sondern hat auch zwei der zentralen Köpfe hinter dem Projekt ins Rampenlicht gerückt: Martin Wendt und Prof. Dr.-Ing. Peter Böttcher sind mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.
Kulturministerin Christine Streichert-Clivot überreichte die Auszeichnungen und würdigte dabei die besondere Rolle der beiden Geehrten bei der umfassenden Renovierung der Kirche. „Mit dieser Auszeichnung ehren wir zwei Persönlichkeiten, die eindrucksvoll gezeigt haben, was gemeinsames Verantwortungsbewusstsein, fachliche Exzellenz und bürgerschaftliches Engagement bewirken können. Die erfolgreiche Sanierung der Ludwigskirche ist weit mehr als ein Bauprojekt – sie ist ein starkes Zeichen für den Wert unseres kulturellen Erbes und für die Kraft guter Zusammenarbeit. Martin Wendt und Prof. Dr.-Ing. Peter Böttcher haben mit Klarheit, Umsicht und großer Hingabe ein Projekt geprägt, das Identität stiftet und weit über das Saarland hinausstrahlt“, sagte Streichert-Clivot.
Die Ludwigskirche gilt als eines der bedeutendsten protestantischen Kirchenbauwerke des 18. Jahrhunderts in Deutschland und als herausragendes Wahrzeichen des Saarlandes. Die Sanierung wurde in zwei aufeinanderfolgenden Förderphasen umgesetzt. Sie brachte erhebliche denkmalpflegerische, rechtliche und organisatorische Herausforderungen mit sich. Die Fertigstellung der Renovierung zum 3. Oktober 2025 steht für eine Zusammenarbeit, in der viele Ebenen ineinandergriffen: Kirchengemeinde, Stadt Saarbrücken, Landesdenkmalamt, mehrere Ministerien sowie zahlreiche Fachplaner und Handwerksbetriebe arbeiteten eng zusammen.
In diesem Gefüge übernahm Martin Wendt eine Schlüsselrolle. Er brachte seine juristische Expertise ein und vertiefte sich intensiv in das Förder- und Vergaberecht. Damit wurde er zu einer zentralen Schnittstelle zwischen Verwaltung, Kirchengemeinde, Fördergebern und Fachplanern. Durch seine präzise Arbeitsweise, seine Weitsicht und sein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein trug er entscheidend dazu bei, rechtssichere Strukturen zu schaffen und den Ablauf des komplexen Gesamtprojekts zu sichern.
Prof. Dr.-Ing. Peter Böttcher verantwortete das Baumanagement der Sanierung. Er koordinierte die Vielzahl an Gewerken, Anforderungen und Beteiligten und führte unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammen. Seine analytische Herangehensweise half, die komplexen Abläufe zu ordnen und in einen funktionierenden Gesamtprozess zu überführen. Ein besonderes Gewicht hatte dabei seine Fähigkeit zur Kommunikation und Vermittlung: Konflikte wurden früh erkannt, Interessen abgestimmt und Lösungen gemeinsam entwickelt.
Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland würdigt das Saarland zwei Personen, die mit ihrem Engagement einen nachhaltigen Beitrag zum Erhalt eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung geleistet haben. Die renovierte Ludwigskirche steht damit nicht nur für gelungene Denkmalpflege, sondern auch für ein Projekt, das ein wichtiges historisches Erbe sichert und für kommende Generationen bewahrt.






















