Foto: Daniela Dettenhofer
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„Glaub nicht alles, was deine Selbstzweifel dir sagen!“ – unter diesem Motto stand das diesjährige Karrierefrühstück des Frauenbüros im Saarpfalz-Kreis. Gut 130 Gäste kamen am Sonntagmorgen, 25. Oktober, im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel zusammen, um der Psychologin Anna Pietzka zuzuhören. Ihr Thema: das sogenannte Impostor-Phänomen, jene nagenden Selbstzweifel, die selbst erfolgreiche Menschen am eigenen Können zweifeln lassen.

Dass die Referentin damit einen Nerv getroffen hat, zeigte nicht nur die gespannte Stille im Saal. Ihr erst kürzlich erschienenes erstes Buch zum Thema fand bereits in den ersten Tagen regen Absatz. Offenbar sprechen diese chronischen Zweifel weit mehr Menschen an, als man vermuten würde.

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Bevor Pietzka das Podium betrat, blieb reichlich Zeit für das, was ein gutes Netzwerk ausmacht: ein kräftiges Frühstück am Buffet, das Wiedersehen mit alten Bekannten und den fachlichen Austausch. Die Eröffnung übernahm Dr. Susanne Nimmesgern als Frauenbeauftragte des Kreises, die zugleich Grüße von Landrat Frank John überbrachte. Für die Wirtschaftsförderung Saarpfalz – seit Jahren verlässliche Partnerin des Frauenbüros in beruflichen Fragen – begrüßte und moderierte deren neue Geschäftsführerin Alexandra Heß.

Foto: Daniela Dettenhofer

Anna Pietzka ging ihr Thema anschaulich und gut verständlich an. Zunächst lud sie das überwiegend weibliche Publikum zu einem kleinen Selbsttest ein. Ein Hang zum Perfektionismus, das Kleinreden objektiver Erfolge, abwertende Vergleiche mit anderen und die übergroße Angst vor Fehlern – all das können Hinweise auf das Phänomen sein. Offen räumte die Psychologin ein, dass erst eigene Erfahrungen sie dazu brachten, sich wissenschaftlich mit dem Thema zu befassen.

Dabei zog sie eine klare Grenze: Selbstzweifel seien nicht per se schlecht, sondern könnten durchaus berechtigt sein und zur Selbstreflexion anregen. Problematisch werde es erst, wenn die Zweifel chronisch würden und ungeachtet aller erworbenen Qualifikationen Zufriedenheit und Erfolg untergraben. Auch die im Vortragstitel versprochenen Strategien, „wie wir Selbstzweifel verabschieden und entspannter erfolgreich sein können“, blieb sie dem Publikum nicht schuldig.

Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zu Fragen, die Pietzka differenziert und hilfreich beantwortete. Wer wollte, konnte ihr Buch erwerben und signieren lassen – und die Autorin nahm sich auch dafür viel Zeit, versah jedes Exemplar mit persönlichen, ermutigenden Zeilen. Dass die Veranstaltung ins Schwarze traf, zeigte sich nicht nur an den zufriedenen Mienen beim Verlassen der Räume. Noch in den Tagen danach erreichten das Frauenbüro positive Rückmeldungen per Mail.

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