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Neun Jahre lang wurde aus einem Wohnhaus in Jägersburg an Halloween eine kleine Gruselwelt. Skelette, Spinnennetze, schaurige Figuren und jede Menge selbst aufgebaute Dekoration gehörten für viele Besucher inzwischen fest zum 31. Oktober dazu. In diesem Jahr öffneten Sandy und Carmen Luther-Schmidt ihr Halloweenhaus im Brühfeld zum letzten Mal in dieser Form – und rund 300 große und kleine Gruselfans kamen zum Abschied vorbei.

Angefangen hatte alles ziemlich überschaubar. Ein Spinnennetz, ein Skelett, eine kleine Halloweenfeier im Freundeskreis – mehr brauchte es vor neun Jahren nicht. Doch aus der privaten Idee wurde mit jedem Jahr ein Stück mehr. Die Dekoration wuchs, immer neue Figuren und Details kamen hinzu und irgendwann standen längst nicht mehr nur Freunde vor der Tür.

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„Aus ein paar Freunden sind mittlerweile rund 55 geladene Gäste und mehrere Hundert Besucher geworden“, erzählt Sandy im Gespräch mit Homburg1. Am Halloweenabend zeigte sich noch einmal, welche Dimension das Ganze inzwischen erreicht hatte.

Rund 300 Besucher machten sich am 31. Oktober auf den Weg zum Halloweenhaus. Dabei kamen die Gäste längst nicht nur aus Jägersburg und den umliegenden Orten. Nach Angaben der Gastgeber reisten Halloweenfans unter anderem aus Püttlingen, Lebach und Ramstein an.

Wer das Grundstück betrat, landete mitten in einer dicht dekorierten Gruselwelt. Skelette, Spinnennetze und düstere Gestalten standen an jeder Ecke, dazwischen warteten immer wieder kleine Schreckmomente. Hinter dem Aufbau steckt vor allem Handarbeit. Sandy und Ehefrau Carmen werden dabei von Carmens Zwillingen Tamara und Vanessa Luther unterstützt. Gemeinsam verbringen sie viele Stunden damit, das Haus und das Grundstück für einen einzigen Abend komplett zu verändern. Und jedes Jahr wurde es ein wenig mehr.

240 Tüten für die kleinen Gruselfans

Besonders viel Vorbereitung steckte auch diesmal in den kleinen Details. 240 Geschenktüten hatten Sandy und Carmen für die Kinder vorbereitet. Jeder kleine Besucher sollte beim Eintritt eine bekommen. Auch Kinder aus dem Jägersburger Kindergarten gehörten wieder zu den erwarteten Gästen. Gerade für sie dürfte manches Skelett zwar ein bisschen unheimlich gewesen sein – spätestens bei der Geschenktüte war der Schrecken aber wohl schnell wieder vergessen.

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Der Erfolg wurde irgendwann zum Platzproblem

Dass das Halloweenhaus nun endet, liegt ausgerechnet auch an seinem eigenen Erfolg. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Menschen ins Brühfeld. Für ein privates Wohnhaus und Grundstück wurde der Andrang damit zunehmend schwer zu bewältigen. Sandy und Carmen hatten deshalb bereits im Vorfeld angekündigt, dass 2026 das letzte Halloweenhaus in dieser Größenordnung sein würde.

Denn bei aller Freude über den Zuspruch bleibt der Aufwand enorm: Dekoration besorgen, lagern, aufbauen und wieder abbauen, hunderte Besucher durch die private Anlage führen und anschließend alles zurück in den Normalzustand versetzen. Nach neun Jahren war deshalb die Entscheidung gefallen, einen Schlussstrich zu ziehen.

Vielleicht spukt es irgendwann woanders weiter

Ganz verabschieden möchte sich Sandy von Halloween allerdings nicht. Eine Idee gibt es bereits: Die umfangreiche Dekoration könnte künftig einem Verein zur Verfügung gestellt werden. Sandy könnte sich vorstellen, beim Aufbau einer größeren Halloween-Location mitzuhelfen.

Damit ließe sich der Besucherandrang besser bewältigen – und ein beteiligter Verein könnte beispielsweise über Getränkeverkauf auch etwas für die eigene Kasse erwirtschaften. Noch ist das Zukunftsmusik. Aber zumindest bedeutet das Ende des Halloweenhauses nicht zwingend das Ende der ganzen Gruselwelt.

Nach neun Jahren fällt der letzte Vorhang

Nach dem Besucheransturm wurde am Abend schließlich noch mit den rund 55 geladenen Gästen weitergefeiert. Und das dürften sich Sandy, Carmen, Tamara und Vanessa nach dem letzten großen Aufbau im Brühfeld auch verdient haben.

Aus einem Spinnennetz und einem Skelett war in neun Jahren ein Termin geworden, für den Menschen aus mehreren Orten nach Jägersburg kamen. Rund 300 Besucher zum Abschluss zeigen ziemlich deutlich, welchen Stellenwert das Halloweenhaus inzwischen erreicht hatte.

Nun ist im Brühfeld erst einmal Schluss. Ob die Skelette und Gruselgestalten tatsächlich dauerhaft im Karton verschwinden, ist allerdings noch längst nicht entschieden.

Alle Bilder: Friedel Simon

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