Markus Heitz bei seiner Lesung im Gymnasium Johanneum in Homburg - Foto: Stephan Bonaventura
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Wenn das Regina-Kino in St. Ingbert am 18. November 2026 seine Türen öffnet, geht es nicht um einen Film, sondern um vier Stimmen, die dem Publikum Gänsehaut bescheren wollen. Unter dem Titel „Haunted“ lesen gleich zwei bekannte Größen der deutschen Phantastik-Szene gemeinsam mit den Gastgebern aus ihren unheimlichsten Geschichten. Der prominenteste Name auf der Gästeliste: SPIEGEL-Bestsellerautor Markus Heitz.

Hinter dem Abend stehen Tanja Karmann und Carsten Schmitt, die seit 2019 gemeinsam eigene Texte und Klassiker der phantastisch-unheimlichen Literatur vortragen. Ihre Lesungen haben sie an außergewöhnliche Orte geführt: in Zirkuszelte, Varietés, historische Mühlen und sogar Friedhofskapellen. Gemeinsam geben die beiden zudem den „Totenschein“ heraus, eine Gruselzeitung im Vintage-Look, die inzwischen Anhänger im In- und Ausland gefunden hat.

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Für den November laden die beiden erneut Gäste zum Totentanz. Neben Markus Heitz kommt Boris Koch aus Leipzig nach St. Ingbert. Koch schreibt seit den frühen 1990er Jahren Phantastisches für Jugendliche und Erwachsene und gründete einst in Berlin zusammen mit Christian von Aster die Lesebühne „Das Stirnhirnhinterzimmer“. Zuletzt wurde er für seinen Comic „Das Schiff der verlorenen Kinder“ mit dem Krefelder Preis für Fantastische Literatur ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Sein Markenzeichen sind unter anderem düstere Märchenadaptionen.

Markus Heitz wiederum bringt eine beeindruckende Bilanz mit: Der studierte Historiker und Germanist, Jahrgang 1971, hat mehr als 80 Bücher veröffentlicht – überwiegend Fantastik, Horror und Space Fiction, dazu Kinderbücher und politische Kurzgeschichten. Unter dem Pseudonym Maxim Voland schreibt er außerdem Thriller. Als selbsternannter „Alt-Grufti“ mit ironisch-sarkastischer Note gilt er als einer der produktivsten Erzähler des Genres.

Auch die beiden Gastgeber können auf ausgezeichnete Werke verweisen. Carsten Schmitt, geboren 1977, erhielt für seine Erzählung „Wagners Stimme“ den Deutschen Science Fiction Preis 2021. Seine Kurzgeschichten wurden in ein halbes Dutzend Sprachen übersetzt und erschienen in Europa, Kanada und China. Tanja Karmann, nach eigener Beschreibung „Vollblut-Saarländerin im Exil“, veröffentlichte 2020 den Mystery-Thriller „Nachtschreck“ und 2022 den Vampir-Roman „Flapperblut“ – und das, obwohl sie als Kind weder Keller noch Dachböden mochte.

Der Abend im Regina-Kino in der Rickertstraße 12 beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Die Veranstaltung dauert voraussichtlich zweieinhalb Stunden inklusive Pause. Tickets kosten 15 Euro und sind an der Abendkasse erhältlich oder vorab reservierbar.

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