Wer in St. Ingbert einen Zuschuss zur Windelentsorgung beantragen möchte, muss dafür künftig nicht mehr zum Amt oder auf Papierformulare zurückgreifen. Die Stadtverwaltung hat das Verfahren komplett ins Netz verlagert. Ab sofort lässt sich der Antrag für Babys sowie für Menschen mit Inkontinenz direkt online stellen.
Mit der Umstellung will die Kommune vor allem Zeit sparen – und zwar auf beiden Seiten. Für die Bürgerinnen und Bürger entfällt der Gang zur Behörde, für die Verwaltung verkürzen sich die Bearbeitungswege spürbar. Statt eines langwierigen Durchlaufs durch verschiedene Stellen soll der Antrag nach erfolgreicher Prüfung zügig bearbeitet werden.
Ein konkreter Vorteil liegt im Geld selbst: Sobald die Voraussetzungen erfüllt sind und der Antrag geprüft wurde, erfolgt die Auszahlung künftig unmittelbar. Auch die Bescheide landen nicht mehr im Briefkasten, sondern werden digital und damit papierlos zugestellt. Das reduziert den Aufwand in der Verwaltung und beschleunigt die Zustellung.
Der Weg zum Antrag führt über das Serviceportal der Stadt, erreichbar unter www.st-ingbert.de/serviceportal. Dort lässt sich das Formular direkt am Bildschirm ausfüllen. Anspruch auf die Förderung haben Personen, die mit Hauptwohnsitz in St. Ingbert gemeldet sind und die geltenden Verfahrensrichtlinien erfüllen.
Wie hoch der Zuschuss ausfällt, hängt vom Einzelfall ab. Für Eltern sind bis zu 204 Euro pro Kind möglich, bei einer ärztlich attestierten Inkontinenz können jährlich bis zu 60 Euro gezahlt werden. Maßgeblich bleibt, dass die in den Richtlinien festgelegten Voraussetzungen tatsächlich vorliegen.
Wer mit der digitalen Antragstellung nicht zurechtkommt oder keinen Online-Zugang hat, bleibt nicht außen vor. Die Abteilung Soziales und Integration bietet Unterstützung an und nimmt den Antrag nach vorheriger Absprache auch persönlich vor Ort auf. Erreichbar ist die Abteilung per E-Mail unter soziales@st-ingbert.de oder telefonisch unter 06894/13-182.




















