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Was im Juni im Saarland sichtbar wurde, soll nun bundesweit Schule machen: Das Land bringt seine Erfahrungen aus den Special Olympics Nationalen Spielen 2026 in die Debatte um den inklusiven Schulsport ein. Bei der Bildungsministerkonferenz in Berlin stand am heutigen Donnerstag die Frage im Mittelpunkt, wie Bewegung und Teilhabe für alle Kinder selbstverständlicher Teil des Schulalltags werden können.

Für Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot liegt der Wert des gemeinsamen Sports in den Momenten, die sich kaum planen lassen. „Gemeinsame Bewegung verbindet Kinder wie kaum etwas Anderes. Wenn sie auf dem Sportplatz miteinander lachen, sich anfeuern und über sich hinauswachsen, stärkt das ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Spaß am Sport“, erklärte sie. Die Spiele im eigenen Land hätten gezeigt, wie viel Energie im inklusiven Sport stecke – und genau dieses Gefühl wolle man dauerhaft in den Schulen verankern.

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Hintergrund der Beratungen ist ein Bericht, der auf einer Umfrage unter den Ländern basiert. Er macht deutlich, dass es längst viele Ansätze gibt, um Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung den Zugang zu Sport zu ermöglichen. Doch die Strukturen und Angebote unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland erheblich. Regelmäßige Sportmöglichkeiten sind eben nicht überall vorhanden.

Besonderen Handlungsbedarf sieht der Bericht an der Schnittstelle zwischen Schule und Verein. Hier knüpft das Saarland an: Teilhabe soll im Unterricht beginnen und über die Schulzeit hinaus Bestand haben. Gut ausgebildete Lehrkräfte und enge Kooperationen mit den Sportvereinen sollen ein Umfeld schaffen, in dem jedes Kind nach seinen Möglichkeiten mitmachen kann.

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Welche Wirkung inklusiver Sport entfalten kann, führten die Nationalen Spiele vom 15. bis 20. Juni eindrücklich vor Augen. Rund 4.000 Athletinnen und Athleten sowie ihre Unified-Partnerinnen und -Partner traten in mehr als 27 Sportarten an, begleitet von tausenden Zuschauern. Die Veranstaltung setzte nicht nur ein Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe, sondern schärfte landesweit das Bewusstsein für barrierearme Bewegungsangebote.

Auf diesem Fundament baut das Saarland bereits seit Langem auf. Ein Beispiel sind die Landesjugendspiele, die seit über vier Jahrzehnten ausgetragen werden. Alle 18 Förderschulen des Landes beteiligen sich und bringen Jahr für Jahr rund 1.500 Schülerinnen und Schüler bei Wettbewerben und gemeinsamen Spielangeboten zusammen.

Rechtlich ist der Anspruch auf Teilhabe im Saarland ebenfalls abgesichert. Die Inklusionsverordnung und die modernisierte Förderschulverordnung schaffen den Rahmen für Chancengleichheit und individuelle Förderung. Ergänzend bietet der Bildungscampus Saarland regelmäßig Fortbildungen an – etwa zu Spiel- und Bewegungsformen in heterogenen Gruppen oder zum Special-Olympics-Programm „Young Athletes“.

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