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Ein Wechsel an der Spitze der saarländischen Universitätsmedizin: Prof. Dr. Dr. Stephanie Tritt steht ab dem 1. Oktober als Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktorin an der Spitze des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS). Bei einem Festakt in Homburg stellte sie sich rund 300 geladenen Gästen aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft vor. Mit dabei: Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, die der neuen Chefin ausdrücklich eine glückliche Hand wünschte.

„Ich freue mich sehr darüber, dass es dem Aufsichtsrat gelungen ist, mit Prof. Dr. Dr. Stephanie Tritt eine erfahrene Ärztin und umsetzungsstarke Führungspersönlichkeit mit weitreichender Managementerfahrung für das Universitätsklinikum zu gewinnen“, erklärte Rehlinger. Das UKS stehe für hochspezialisierte Versorgung, exzellente Forschung und die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses. Als eine der großen Herausforderungen nannte die Regierungschefin den geplanten Neubau eines Zentralklinikums.

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Tritts Weg ins Saarland führte über mehrere Stationen. Geboren in Trier, studierte sie Humanmedizin in Marburg und Mainz, bevor sie sich in Koblenz und am Universitätsklinikum Frankfurt am Main zur Fachärztin für Radiologie und Neuroradiologie weiterbildete. In Frankfurt habilitierte sie sich im Bereich der Tumordiagnostik, die Goethe-Universität ernannte sie zur außerplanmäßigen Professorin.

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Zuletzt war Tritt beim Klinikbetreiber Helios in verschiedenen klinischen und unternehmerischen Führungsrollen aktiv. Fast zehn Jahre lang leitete sie als Direktorin und Chefärztin ein von ihr selbst aufgebautes radiologisches Institut an den Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden. Später verantwortete sie im ambulanten Bereich einen bundesweiten Fachbereich mit rund 30 Standorten und gestaltete als Medical Consultant der Konzerngeschäftsführung strategische Entwicklungen mit, vor allem bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Damit bringt sie sowohl klinische als auch wirtschaftliche Erfahrung an die Saar.

Vor der Vorstellung der neuen Chefin verabschiedete der UKS-Aufsichtsratsvorsitzende und Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär David Lindemann, die bisherige Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Jennifer Diedler offiziell. Sie hatte das Amt von Oktober 2021 bis Ende 2025 ausgeübt und wechselte zu Jahresbeginn zur Schweizer Insel Gruppe. „Professorin Diedler hat die strategische Weiterentwicklung des Klinikums vorangetrieben, Innovationen in Patientenversorgung und Forschung gefördert sowie wichtige Impulse für eine stärkere Vernetzung des UKS gesetzt“, so Lindemann. Sein Dank galt ausdrücklich auch Prof. Dr. Michael Zemlin, der die Doppelfunktion seit Januar kommissarisch geführt hatte und nun an die Spitze der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie zurückkehrt.

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Tritt selbst machte deutlich, wo sie Schwerpunkte setzen will. Gemeinsam mit dem Vorstand und den Verantwortlichen im Haus wolle sie ein klares medizinstrategisches Zielbild erarbeiten und daraus nachvollziehbare Prioritäten ableiten. Die universitären Leuchttürme will sie stärken und überregional profilieren, dabei setzt sie auf die enge Verbindung von Patientenversorgung, Forschung und Lehre.

Als einzige Universitätsmedizin des Landes sieht sie das UKS zugleich in besonderer Verantwortung für die Versorgung der Zukunft. Kooperationen mit anderen Kliniken, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Partnern will Tritt konsequent ausbauen. „Gemeinsam wollen wir Behandlungswege so organisieren, dass Menschen rechtzeitig die benötigte Expertise erhalten und von der Diagnostik bis zur Nachsorge verlässlich versorgt werden“, sagte sie.

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Eine zentrale Rolle misst die neue Direktorin dabei der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz bei. „Technologie ist kein Selbstzweck. Sie muss die Medizin besser machen und den Menschen dienen“, betonte Tritt. KI solle gezielt in den klinischen Alltag einziehen, für präzisere Diagnostik, sicherere Behandlungen und eine Entlastung der Belegschaft. Sie habe bereits viele engagierte Menschen am UKS kennengelernt und freue sich darauf, die weitere Entwicklung des Hauses gemeinsam mit ihnen zu gestalten.

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