Wärme sichtbar machen, wo das bloße Auge versagt: Bosch bringt mit der EXPERT EXTC18V-650-17C eine Wärmebildkamera auf den Markt, die sich an Profis mit hohen Ansprüchen richtet. Das Modell gehört zur Spitzenklasse Expert des Herstellers und markiert einen besonderen Schritt – es ist die erste Wärmebildkamera von Bosch, die mit einem 18-Volt-Akku betrieben wird.
Genau dieser Akku ist der entscheidende Baustein. Die Kamera fügt sich vollständig in das „Professional 18V System“ ein und lässt sich über die herstellerübergreifende AmpShare-Allianz auch mit Geräten anderer Marken kombinieren. Vom kompakten Schrauber bis zur Kapp- und Gehrungssäge genügt derselbe Lithium-Ionen-Akku und ein einziges Ladegerät. Für Handwerker bedeutet das vor allem weniger Ballast auf der Baustelle und geringere Kosten. Parallel schickt Bosch mit der PRO GTC18V-600-16C ein zweites, etwas schlankeres Modell ins Rennen.
Die Einsatzgebiete sind breit gefächert. Elektriker prüfen kontaktlos Schaltschränke und Verbindungen, während Fachleute aus dem Bereich Sanitär, Heizung und Klima Rohre, Verstopfungen oder Leckagen aufspüren. Auch in der Industrie zur Maschinenüberwachung, im Kfz-Handwerk bei der Motorendiagnose oder für Energieberater bei der Analyse von Gebäudehüllen kommt das Gerät zum Zuge. Der eingebaute Infrarot-Sensor löst nativ mit 384 x 288 Pixeln auf und deckt einen Temperaturbereich von -30 °C bis +650 °C ab – der größte Messbereich, den eine Bosch-Wärmebildkamera bislang bietet.
Herzstück ist eine KI-gestützte Bildoptimierung. Ein speziell trainiertes Modell wertet die erfassten Wärmedaten aus und berechnet auf Wunsch aus einem eingefrorenen Bild eine verfeinerte Version mit der vierfachen Zahl an Messpunkten. Zusammen mit der hohen Sensorauflösung erreicht die EXPERT im Vergleich zur PRO-Variante eine bis zu achtfach höhere Messpunkt-Dichte. Feinste thermische Strukturen im Innen- und Außenbereich werden so zuverlässig erkennbar – ein spürbarer Vorteil, wenn es um die präzise Deutung eines Wärmebildes geht.
Die Bedienung erfolgt über ein 4,3 Zoll großes Touchdisplay oder alternativ per Joypad. Nutzer können bis zu fünf zusätzliche Messpunkte direkt auf dem Bildschirm setzen, Bilder unmittelbar bearbeiten und mit Sprachnotizen versehen. Für den harten Alltag auf der Baustelle ist das Gerät robust ausgelegt: Ein umlaufender Gummischutz schirmt Gehäuse und Display gegen Stöße ab, die Schutzklasse IP54 hält Staub und Spritzwasser fern, und Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe steckt die Kamera weg.
Ergänzend erlaubt eine integrierte Typ-K-Schnittstelle den Anschluss externer Temperaturfühler für direkte Kontaktmessungen. Die aufgenommenen Daten wandern per WLAN in die Bosch ThermalOn App oder via USB-C auf den Rechner, wo sie sich mit der kostenlosen GTC Transfer Software weiterbearbeiten, versenden und archivieren lassen.
Beide Modelle, die EXPERT EXTC18V-650-17C und die PRO GTC18V-600-16C, sollen ab November 2026 erhältlich sein. Die vom Hersteller genannten Preise verstehen sich als unverbindliche Empfehlung zuzüglich Mehrwertsteuer.




















