In Otzenhausen soll ein Ort entstehen, an dem sich die Generationen treffen: Die Gemeinde Nonnweiler baut einen Mehrgenerationenspielplatz und erhält dafür kräftige Unterstützung aus Saarbrücken. Rund 346.000 Euro steuert das Land zu dem Projekt bei, das aus einem in die Jahre gekommenen Spielplatz einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt machen soll.
Die Finanzierung setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen. Staatssekretär Torsten Lang übergab Bürgermeister Franz Josef Barth eine ergänzende Bedarfszuweisung des Innen- und Bauministeriums über 96.154 Euro. Sie stockt eine bereits zugesagte Förderung des Umweltministeriums (MUKMAV) in Höhe von 250.000 Euro auf. Bei förderfähigen Gesamtkosten von etwa 468.000 Euro verbleibt der Gemeinde ein Eigenanteil von rund 122.000 Euro.
Für Staatssekretär Lang steckt hinter dem Vorhaben weit mehr als reines Spielen. „Ein Mehrgenerationenspielplatz ist weit mehr als ein Ort zum Spielen. Er ermöglicht Begegnungen, Bewegung und die Verbesserung der Lebensqualität für Menschen unterschiedlichen Alters und stärkt damit das Miteinander in unseren Kommunen“, betonte er. Kinder lernten dort spielerisch die Grundlagen von Sport und gesellschaftlichen Werten, während ältere Menschen durch Bewegung fit blieben. Die Landesregierung habe bereits zahlreiche solcher Plätze gefördert und wolle diesen Kurs konsequent fortsetzen.

Einen ähnlichen Gedanken formulierte Umweltministerin Petra Berg. „Gemeinschaft entsteht vor Ort. Dafür braucht es Räume und Angebote, die von Jung und Alt genutzt werden können und sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren.“ Der Platz in Otzenhausen sei genau ein solcher Ort, den das Land bei seiner Weiterentwicklung unterstütze.
Was dort konkret entstehen soll, orientiert sich thematisch an der Geschichte der Region. Das Gestaltungskonzept steht ganz im Zeichen der Kelten und verknüpft Spiel, Bewegung, Begegnung und Natur miteinander. Zunächst werden alte Spielgeräte zurückgebaut und die Fläche vorbereitet. Danach entstehen neue Wege-, Spiel- und Pflanzflächen, es werden Zäune gesetzt und das Gelände ökologisch aufgewertet. Ein Schwerpunkt liegt auf inklusiven Bewegungs- und Begegnungsangeboten für unterschiedliche Altersgruppen, ergänzt durch mehrere Sitzbänke und eine kleine Bühne.
So soll ein öffentlicher Raum entstehen, der viele Nutzungen unter einem Dach vereint: Kinder können spielen, Jugendliche und Erwachsene sich sportlich betätigen, Familien und ältere Menschen finden einen Treffpunkt. „Mit dem neuen Mehrgenerationenspielplatz schaffen wir in Otzenhausen einen attraktiven Ort für die gesamte Dorfgemeinschaft“, sagte Bürgermeister Barth. Er freue sich über einen lebendigen Treffpunkt, der zugleich das Gelände ökologisch aufwerte.
Dabei setzt die Gemeinde auf Nachhaltigkeit. Weil ein bestehender Spielplatz erweitert und nicht neu versiegelt wird, bleibt vorhandene Substanz erhalten. Bei Neupflanzungen kommen standortgerechte heimische Pflanzen, Sträucher und Bäume zum Einsatz. Auch der Schutz vor Hitze wurde bei der Planung von Anfang an mitgedacht.



















