Der Aufstieg ist geschafft, die Vorfreude enorm – und der erste Gegner hätte kaum größer sein können. Am Samstag, 29. August, betritt die SV Elversberg erstmals in ihrer Vereinsgeschichte die Bühne der 1. Bundesliga. Zum Auftakt der Saison 2026/27 empfängt die Elv um 15.30 Uhr in der URSAPHARM-Arena den deutschen Double-Sieger von 2024, Bayer 04 Leverkusen. „Die Vorfreude ist riesengroß. Erster Bundesliga-Spieltag – das hört sich schon sehr speziell an“, sagt SVE-Cheftrainer Vincent Wagner vor der Premiere.
Einen ersten Ernstfall hat die Mannschaft bereits hinter sich. In der ersten Runde des DFB-Pokals behauptete sich die SVE am vergangenen Wochenende mit einem umkämpften 3:1 beim MSV Duisburg. Doch was nun an der Kaiserlinde ansteht, bewegt sich in einer anderen Dimension.
Mit Leverkusen reist ein Klub ins Saarland, der seit 47 Jahren ununterbrochen zum Oberhaus zählt und auch in dieser Spielzeit hohe Ziele verfolgt. Wagner macht sich keine Illusionen darüber, was auf sein Team zukommt: „Uns erwartet eine extrem hohe individuelle Qualität. Außerdem hat das neue Trainerteam eine sehr, sehr spannende Idee vom Fußball. Diese beiden Faktoren in den Griff zu bekommen, wird eine große Aufgabe.“
Dass es Phasen geben wird, in denen die Elv fast ausschließlich hinterherlaufen muss, verschweigt der Coach nicht. „Wir werden bestimmt auch mal zwei, drei oder vier Minuten dem Ball nur hinterherrennen müssen“, räumt er ein. Von einer Statistenrolle will Wagner dennoch nichts wissen.
Stattdessen setzt er auf die eigenen Stärken. „Wir wollen, abgesehen vom Gegner, unser Spiel auf den Platz bringen“, betont der Trainer. Der tief stehende Block werde in dieser Partie vermutlich häufiger zum Einsatz kommen als sonst – und darin sieht er sogar eine Chance: „Das Gute ist: Das Konterspiel ist eine Spielphase, die wir auch ganz gut beherrschen.“
Personell kann die SVE ihrer historischen Premiere gelassen entgegensehen. Für zusätzliche Zuversicht sorgt die Rückkehr von Tom Zimmerschied, der am Donnerstag wieder teilintegriert ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Damit stehen dem Trainerteam vor dem großen Auftakt nahezu alle Optionen offen.




















