Symbolbild

Die Zukunft der saarländischen Krankenhäuser rückt in den Mittelpunkt einer politischen Auseinandersetzung. Die Gesundheitspolitiker der CDU-Landtagsfraktion nehmen Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung in die Pflicht: Er solle sich nicht darauf beschränken, die Bundespolitik zu kommentieren, sondern selbst handeln. Hermann Scharf, Alwin Theobald, Dagmar Heib und Dr. Christopher Salm, allesamt Mitglieder im Gesundheitsausschuss des Landtags, verlangen konkrete Schritte für die Kliniken im Land.

Aus Sicht der Fraktion stehen die Häuser vor gewaltigen Aufgaben. Es gehe um eine verlässliche Refinanzierung, um die Sicherung der medizinischen Versorgung und darum, überflüssige Doppelstrukturen abzubauen, ohne dabei Personal zu verlieren. „Gesundheitsminister Jung muss hier mehr sein als Kommentator der Bundespolitik“, betonen die Abgeordneten. „Er muss sich aktiv für konkrete Verbesserungen einsetzen.“

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Einen besonderen Schwerpunkt legt die Fraktion auf ein Thema, das in der Debatte häufig untergeht: den Schutz vor Hitze. Für die Christdemokraten ist er ein zentraler Baustein einer zukunftsfesten Krankenhauspolitik. Gerade in Kliniken hielten sich Menschen auf, die extremen Temperaturen kaum standhielten – ältere Patientinnen und Patienten, chronisch Kranke, Kinder, Pflegebedürftige und Genesende nach Operationen.

Die Politiker ziehen dabei einen bemerkenswerten Vergleich. Während über den Brandschutz in Krankenhäusern selbstverständlich gesprochen werde, fehle beim Hitzeschutz eine vergleichbare Dringlichkeit. „Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz“, heißt es in der Erklärung. Ihr Argument untermauern sie mit einer klaren Zahl: In Deutschland sterben Jahr für Jahr mehr Menschen an den Folgen extremer Hitze als durch Brände.

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Entsprechend fordern die Abgeordneten vom Minister Transparenz. Jung solle offenlegen, wie es um den Hitzeschutz in den saarländischen Krankenhäusern derzeit bestellt sei, an welchen Stellen es Nachholbedarf gebe, welche Investitionen anstünden und wie das Land die Träger unterstützen wolle. Sowohl bei der Krankenhausplanung als auch bei der Finanzierung müsse dieser Aspekt künftig verbindlich mitgedacht werden.

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Mit Blick auf die bundesweite Krankenhausreform erkennt die Fraktion durchaus wichtige Weichenstellungen an. Entscheidend sei nun jedoch, dass die Neuregelungen in der Praxis funktionierten – und zwar besonders für kleinere Flächenländer wie das Saarland. Um spürbare Verbesserungen zu erreichen, schlagen die Christdemokraten vor, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Die Kliniken bräuchten Verlässlichkeit, eine faire Finanzierung und Regeln, die sich im Alltag umsetzen ließen. Dafür müsse sich Minister Jung jetzt starkmachen.

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