Foto: MIBS/F. Roggenland
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Berus hat einen neuen Mittelpunkt. Der Johann-Schneider-Platz im Ortskern der Gemeinde Überherrn ist nach umfassender Umgestaltung offiziell eingeweiht worden – und wurde damit vom schlichten öffentlichen Areal zu einem Ort, an dem Nachbarschaft künftig ganz bewusst zusammenkommen soll.

Das saarländische Innenministerium hat das Vorhaben mit einer ergänzenden Bedarfszuweisung gestützt. Konkret flossen 153.846 Euro aus dem Haus von Innenminister Reinhold Jost in die Neugestaltung. Ziel war es, die Aufenthaltsqualität spürbar zu heben und einen einladenden Treffpunkt für Einheimische wie Besucher zu schaffen.

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Bei der Umsetzung setzten die Planer auf eine Mischung aus Grün und Struktur. Rasenflächen und Pflastersteine gliedern den Platz, dazu wurden Bäume und Büsche gepflanzt. Entstanden sind außerdem eine barrierefrei erreichbare Aussichtsplattform mit Sitzgelegenheit, mehrere Sitzmauern sowie ein energieeffizientes Beleuchtungssystem, das den Bereich auch in den Abendstunden nutzbar macht.

Foto: MIBS/F. Roggenland

Für Innenminister Jost ist die Investition mehr als eine reine Verschönerung. „Lebendige Ortskerne und moderne Begegnungsräume sind entscheidend für die Lebensqualität in unseren Gemeinden; damals wie heute spielen Dorfplätze dabei eine große Rolle, denn sie bilden den Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders“, sagte er bei der Einweihung. Berus erhalte damit eine Örtlichkeit, an der sich die Dorfgemeinschaft austauschen und gemeinsam feiern könne – ein Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Ortes.

Auch Umweltministerin Petra Berg hob den gesellschaftlichen Wert solcher Orte hervor. „Gerade in unserer schnelllebigen, digitalen Zeit sind reale Orte eines gemeinschaftlichen Miteinanders essenziell“, betonte sie. Sie trügen zu einem harmonischen Ortsbild und einem lebendigen Dorfleben über alle Generationen hinweg bei. Zugleich verwies Berg auf den ökologischen Nutzen: Entsiegelte Flächen und die Beschattung durch Pflanzen stärkten Umwelt, Klima und Artenvielfalt im Ort. Sie sprach von einer rundum nachhaltigen Investition, die sie gerne unterstütze.

Getragen wurde das Projekt zusätzlich durch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, das die Maßnahme im Rahmen der nachhaltigen Dorfentwicklung mit 400.000 Euro förderte. Damit reiht sich der neue Platz in die Bemühungen des Landes ein, den ländlichen Raum im Saarland gezielt zu stärken und lebenswert zu halten.

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