Helmut Isringhaus, FDP Foto: FDP Saar

An der Spitze der Gesellschaft zur Förderung des HerzZentrums Saar steht ein neuer Vorsitzender: Bei der jüngsten Mitgliederversammlung wählten die Anwesenden Dr. Helmut Isringhaus einstimmig zum Chef des gemeinnützigen Vereins. Er übernimmt damit die Leitung einer Organisation, die seit vielen Jahren die Arbeit des Herzzentrums begleitet und sich für eine schlagkräftige herzmedizinische Versorgung im Saarland starkmacht.

Die Wahl war auch personell ein Wendepunkt. Sein Vorgänger Dr. Klaus-Dieter Heib hatte das Amt aufgrund schwerer familiärer Belastungen abgegeben. Er bleibt dem Vorstand jedoch als Beisitzer erhalten und stellt seine Erfahrung weiterhin zur Verfügung.

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Isringhaus zeigte sich dankbar für den Rückhalt der Mitglieder. „Ich freue mich sehr über die einstimmige Wahl und sehe darin einen klaren Auftrag“, sagte er. Der Förderverein solle wieder sichtbarer werden, neue Mitglieder gewinnen und Projekte anstoßen, „die den Patienten des HerzZentrums unmittelbar zugutekommen“.

Ein Herzensanliegen des neuen Vorsitzenden ist es, die besondere Stellung des Zentrums stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Denn es ist das einzige außeruniversitäre Zentrum im Saarland, das Kardiologie, Herzchirurgie, Rhythmologie, Intensivmedizin und weitere Fachbereiche unter einem Dach vereint. So lassen sich selbst komplexe Herzerkrankungen fachübergreifend diagnostizieren und behandeln.

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Genau darin liegt für Isringhaus der entscheidende Punkt. „Herzmedizin ist Teamarbeit. Gerade schwere und komplexe Herzerkrankungen lassen sich nicht sinnvoll auf voneinander getrennte Abteilungen verteilen“, betonte er. Patienten bräuchten eine abgestimmte Versorgung durch alle beteiligten Disziplinen – und das rund um die Uhr.

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Mit Nachdruck wandte sich der Mediziner deshalb gegen eine weitere Zersplitterung der kardiologischen Strukturen im Land. Eine hochwertige Versorgung bei Herzinfarkt, Rhythmusstörungen, Klappenerkrankungen oder chirurgischen Eingriffen setze leistungsfähige Zentren voraus: mit Erfahrung, ausreichend Fachpersonal, moderner Technik und einer verlässlichen 24-Stunden-Bereitschaft. Werden spezialisierte Leistungen auf immer mehr Standorte verteilt, so warnt er, könne dies Qualität und Verfügbarkeit gefährden.

Entsprechend fordert Isringhaus, dass die kommende Krankenhausplanung die Rolle des HerzZentrums Saar berücksichtigt. Es gehe nicht um Besitzstandswahrung, sondern um Versorgungssicherheit, Qualität und eine sinnvolle Bündelung hochspezialisierter Angebote. Auf die Krankenhausleitung und die Träger der SHG will er dabei aktiv zugehen.

„Der Förderverein versteht sich als konstruktiver Partner“, erklärte er. Ziel sei es, das Zentrum zu stärken, Vertrauen zu schaffen und diese für das Saarland wichtige Einrichtung gemeinsam weiterzuentwickeln. Künftig will der Verein die Patienteninformation ausbauen, Veranstaltungen und medizinische Projekte unterstützen und das Herzzentrum wieder deutlicher in die öffentliche Wahrnehmung tragen.

„Das HerzZentrum Saar steht für Kompetenz, Erfahrung und moderne Herzmedizin“, so Isringhaus abschließend. Diese Stärke gelte es zu erhalten und sichtbar zu machen – gemeinsam mit dem Vorstand, den Mitgliedern, den Ärzten und Mitarbeitern sowie allen, denen das Zentrum am Herzen liege.

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