Foto: Stephan Dinges
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Wenn der Europäische Kulturpark am 4. Juli zum Picknick auf die historischen Wiesen rund um die römische Villa lädt, schiebt sich ein transatlantisches Datum in die antike Kulisse: An jenem Tag begehen die Vereinigten Staaten den 250. Jahrestag der Unterzeichnung ihrer Unabhängigkeitserklärung. Den Anstoß, diesen runden Geburtstag auch in der Region sichtbar zu machen, gaben das Deutsch-Amerikanische Institut Saarland, der Saarpfalz-Kreis und Gästeführer Klaus Friedrich.

Der Bezug zur amerikanischen Geschichte ist näher, als es auf den ersten Blick wirkt. Bei der entscheidenden Schlacht von Yorktown in Virginia, der heutigen Partnerstadt Zweibrückens, kämpften auch Soldaten aus dem saarpfälzischen Raum mit. Das „Régiment Royal Deux-Ponts“ war an der Einnahme der Redoute No. 9 beteiligt, an jenem militärischen Wendepunkt also, der den 13 Kolonien letztlich die Unabhängigkeit sicherte. Der Partnerlandkreis Henrico County liegt nur einen Steinwurf entfernt – Geschichte und gegenwärtige Verbindung greifen hier unmittelbar ineinander.

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Von 11 bis 18 Uhr ist das Hofareal der römischen Villa Schauplatz des Familientags. Den musikalischen Auftakt übernehmen Hans Bollinger, Thomas Doll und Christoph Kleuser um 11 Uhr in der Taverne mit ihrer Matinee „Andre, die das Land so sehr nicht liebten“. Im Mittelpunkt stehen Lieder, die einst die Auswandererbewegung in die „Neue Welt“ begleiteten – ein leiser, nachdenklicher Zugang zu jener Epoche, in der ganze Familien aus der Pfalz und dem Saarland ihr Glück jenseits des Atlantiks suchten.

Am Nachmittag wechselt die Tonlage. Ab 14 Uhr liefert die Band „Times and Tales“ unter freiem Himmel den Soundtrack zum Picknick, ehe um 15:30 Uhr sechs Cheerleaderinnen der Red Falcons des TUS Rimschweiler die Bühne übernehmen. Mit Sprüngen, Hebefiguren, Walkarounds und den unvermeidlichen Pompons bringen sie ein Stück amerikanischer Wettkampfkultur in die antike Szenerie. In der Taverne ergänzt ein eigens abgestimmtes kulinarisches Angebot die sommerliche Stimmung.

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Wer tiefer in die Geschichte des Ortes eintauchen möchte, hat gleich zwei Möglichkeiten. Im Infozentrum „Maison Jean Schaub“ startet um 14 Uhr eine englischsprachige Führung von rund anderthalb Stunden Dauer, gefolgt von einer deutschsprachigen Schnupperführung um 14:30 Uhr, die etwa eine Stunde dauert. Beide enden an der Taverne. Parallel schlägt die Römergruppe Legio XIIII Gemina ihr Lager auf den Picknickwiesen auf und zeigt anschaulich, wie das Leben in der Antike ausgesehen haben mag – ein Kontrast, der die zeitliche Spannweite des Tages erst recht spürbar macht.

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Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Realisiert wird das Programm in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Saarland; finanziell unterstützen das U.S. Department of State und die U.S. Embassy das Vorhaben. Weitere Informationen gibt es unter www.europaeischer-kulturpark.de, auf Facebook unter „Europaeischer.Kulturpark“ sowie telefonisch unter 06843/9002-11. Änderungen behalten sich die Veranstalter vor.

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