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Die CDU-Landtagsfraktion im Saarland hat am Montag den Vorsitzenden der luxemburgischen CSV-Fraktion, Laurent Zeimet, zu einem politischen Austausch empfangen. Im Zentrum des Treffens standen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, eine bessere Bahnverbindung zwischen Saarbrücken und Luxemburg sowie die gemeinsame Haltung zur Zukunft des Schengen-Raums. Dass der Besuch kein bloßes Höflichkeitsritual war, machte bereits die Teilnehmerliste deutlich: Neben dem saarländischen Fraktionschef Stephan Toscani saß auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Philip Hoffmann mit am Tisch, der als Vorsitzender der Parlamentariergruppe Belgien-Luxemburg im Bundestag fungiert.

Der Besuch knüpft an ein gemeinsames Positionspapier an, das CDU Saar und CSV Luxemburg bereits im März auf Parteiebene verabschiedet hatten. Nun wurde der Dialog auf Fraktionsebene fortgesetzt – ein Signal, dass beide Seiten die Kooperation nicht nur programmatisch, sondern auch parlamentarisch vertiefen wollen. Toscani unterstrich die Bedeutung der Nachbarschaft mit klaren Worten: „Luxemburg und das Saarland sind enge Nachbarn, Partner und Freunde. Mit Laurent Zeimet begrüßen wir heute einen langjährigen Freund des Saarlandes und der CDU in unserer Fraktion.“ Besonders eine schnelle und direkte Bahnanbindung zwischen Saarbrücken und Luxemburg sei ein zentrales Anliegen. „In der Zusammenarbeit unserer Regionen liegen enorme Chancen und Potenziale für beide Seiten“, so Toscani weiter.

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Zeimet betonte seinerseits die Tiefe der saarländisch-luxemburgischen Verbindung, die weit über politische Gremien hinausreiche. „Viele Menschen erleben diese Partnerschaft jeden Tag“, sagte der CSV-Fraktionsvorsitzende. Umso wichtiger sei der kontinuierliche politische Dialog, um die Zusammenarbeit in der Großregion weiter zu stärken. Zugleich formulierte Zeimet ein europapolitisches Bekenntnis: „Gemeinsam stehen CSV und CDU für ein starkes Europa – das ist ein zutiefst christdemokratisches Anliegen, dem wir uns beide verpflichtet fühlen. Dazu gehört auch, extremistischen Tendenzen entschieden entgegenzutreten und unsere demokratischen Werte zu verteidigen.“

Einig zeigten sich beide Seiten beim Thema Schengen-Raum. Die europäische Freizügigkeit gemäß dem Schengener Abkommen müsse bewahrt werden, gleichzeitig gelte es, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Grenzregion zu gewährleisten. Statt dauerhafter stationärer Kontrollen an den Binnengrenzen brauche es intelligente, flexible und technologiegestützte Lösungen sowie einen wirksamen Schutz der EU-Außengrenzen. Dauerhafte Grenzkontrollen im Inneren Europas sollten nach dem gemeinsamen Willen beider Fraktionen so schnell wie möglich abgebaut werden.

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Über die bilaterale Zusammenarbeit hinaus nahmen die Parlamentarier auch die internationale Lage in den Blick. Die Auswirkungen des Iran-Krieges auf Energiepreise, wirtschaftliche Stabilität und Versorgungssicherheit beschäftigten beide Delegationen intensiv. Diskutiert wurden politische Maßnahmen, um Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in der Region bestmöglich zu entlasten und zu unterstützen – ein Thema, das angesichts der geopolitischen Unsicherheiten für die exportorientierte Wirtschaft beiderseits der Grenze unmittelbare Relevanz besitzt.

Am Rande des Besuchs kam es zudem zu einem Gespräch mit Annegret Kramp-Karrenbauer, der Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemaligen Ministerpräsidentin des Saarlandes. Beide Seiten vereinbarten, den Austausch fortzuführen und die enge Verbindung zwischen dem Saarland und Luxemburg gemeinsam weiter auszubauen.

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