Elf Projekte aus der Freien Szene der darstellenden Künste im Saarland erhalten in diesem Jahr eine Förderung von insgesamt 139.000 Euro. Das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur gab die Entscheidung Ende April bekannt, nachdem eine unabhängige Fachjury aus 15 eingereichten Anträgen sechs Projektförderungen und fünf Rechercheförderungen ausgewählt hatte.
Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot unterstrich die Bedeutung der Förderrunde: „Die Freie Szene der darstellenden Künste ist ein unverzichtbarer Teil der kulturellen Stärke des Saarlandes. Hier entstehen neue Perspektiven, künstlerische Innovation und gesellschaftlicher Dialog.“ Gerade angesichts steigender Kosten sei das ein wichtiges Signal, so Streichert-Clivot weiter. Man wolle verlässliche Rahmenbedingungen, transparente Verfahren und faire Bezahlung künstlerischer Arbeit sicherstellen. „Wir stärken die Freie Szene, weil sie kulturelle Vielfalt ermöglicht, Menschen zusammenbringt und das Saarland als Kulturstandort unverwechselbar macht.“
Die höchste Einzelförderung geht mit 30.000 Euro an das Korso-op. Kollektiv für das Projekt „Frozen Elysion“. Lucyna Zwolinska erhält für „art.ificial“ 23.500 Euro, Thorsten Köhler für „Mir geht’s super gut“ 19.000 Euro. Weitere Projektmittel fließen an Eva Kammigan für „Prima Facie“ (rund 11.090 Euro), an Kathrin Lambert für „Sonic Sasoning“ (8.500 Euro) sowie an das Mutantheater, das für „Die ewige Wiederkehr“ 5.000 Euro bekommt.
Neben den Projektförderungen vergab die Jury auch fünf Rechercheförderungen, die Künstlerinnen und Künstlern Raum für die Entwicklung neuer Ideen geben sollen. Marie Goetze erhält für „When Never Ever has ended“ 4.220 Euro, Eveline Sebaa für „Jetzt rede ich“ 3.500 Euro. Bejarano Bolívar Montes de Oca wird mit 3.600 Euro für „Nebelschicht 2″ unterstützt, während Ralf Peter für „Freiheit“ und Corinna Preisberg für „Verlegte Leben“ jeweils 3.000 Euro erhalten.
Über die Vergabe entschied eine fünfköpfige Jury, die fachlich breit aufgestellt war. Ihr gehörten Paul Hess als Geschäftsführer des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, Schauspieldramaturgin Gesa Oetting, der rheinland-pfälzische Kulturberater Barthel Mayer, Regisseur Jürgen Eick sowie Marion Touze von der Öffentlichkeitsarbeit des Maillon Theater Strasbourg an. Das Verfahren soll nach Angaben des Ministeriums fachlich fundierte und nachvollziehbare Entscheidungen garantieren und den Kulturschaffenden zugleich Planungssicherheit bieten.
Die Förderrunde fügt sich in die kulturpolitischen Leitlinien des Saarlandes ein, die in einem breit angelegten Beteiligungsprozess gemeinsam mit Kulturschaffenden, Vereinen, Kommunen und weiteren Partnern erarbeitet wurden. Ihr Kernanliegen: Kulturförderung soll einfach, verlässlich und planbar sein. Mit den nun bewilligten Mitteln setzt das Land diesen Anspruch konkret um und gibt der Freien Szene im Saarland eine finanzielle Grundlage, auf der sich künstlerische Arbeit entfalten kann.





















