Foto: Thomas Höchst
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Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, gerät das Leben einer ganzen Familie aus den Fugen. Wie viel Halt ein einzelner Ort in solchen Momenten geben kann, davon überzeugten sich jetzt mehrere Mitglieder des Homburger Stadtrats bei einem Besuch im Haus des Kindes und der Jugend. Der Termin fand im Rahmen des Projekts „Gelebte Inklusion – Stadtrat vor Ort“ statt, das Thomas Höchst ins Leben gerufen hat. Höchst ist Beauftragter für Schule und Inklusion der Stadt Homburg.

Durch die Einrichtung führten Ina Ruffing, zweite Vorsitzende der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland e. V., und Ramona Hirschel, die als Betreuerin im Haus arbeitet. Beide vermittelten der Delegation einen unmittelbaren Eindruck davon, was die tägliche Begleitung schwer erkrankter Kinder und ihrer Angehörigen konkret bedeutet. Die Elterninitiative engagiert sich gemeinsam mit der Kinderkrebsstiftung Saarpfalz seit vielen Jahren für betroffene Familien – mit einem breiten Unterstützungsangebot, das weit über organisatorische Hilfe hinausgeht.

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Denn im Zentrum der Arbeit steht nicht allein die medizinische Versorgung. Mindestens ebenso wichtig ist die Nähe der Familie. Lange Krankenhausaufenthalte zehren an den Kräften aller Beteiligten, und gerade Kinder brauchen in solchen Phasen ihre Eltern, Geschwister und engsten Bezugspersonen in greifbarer Nähe. Genau dafür schafft das Haus des Kindes und der Jugend die Voraussetzungen: Es bietet Familien Raum für Begegnung und Rückzug gleichermaßen – einen Ort, der inmitten einer extremen Belastung ein Stück Alltag ermöglicht.

Der moderne Neubau liegt in direkter Nachbarschaft zur Frauen- und Kinderklinik, was kurze Wege garantiert und den Familien zusätzliche Sicherheit gibt. „Hier wird Inklusion nicht nur gedacht, sondern jeden Tag gelebt“, sagte Thomas Höchst während des Rundgangs. Die Nähe zur Familie sei für die betroffenen Kinder von unschätzbarem Wert, betonte er. „Dieses Haus schafft genau die Bedingungen, die dafür notwendig sind.“

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Der Besuch machte deutlich, dass Solidarität mit schwer kranken Kindern und ihren Familien keine abstrakte Haltung bleiben muss. In Homburg gibt es einen konkreten Ort, an dem sie täglich Wirklichkeit wird – getragen von Menschen, die mit großem persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass niemand in einer solchen Lebensphase allein bleibt. Für die Stadtratsmitglieder war der Termin eine Gelegenheit, diese Arbeit aus nächster Nähe kennenzulernen und ihre Bedeutung für die gesamte Region zu erfahren.

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