Armin Rohr Foto: Iris Maria Maurer
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Der in Saarbrücken lebende Maler und Zeichner Armin Rohr wird mit dem Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst der Stadt St. Ingbert ausgezeichnet. Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung gehört neben dem Kunstpreis des Saarlandes zu den renommiertesten Auszeichnungen für bildende Kunst im Land – und sie geht an einen Künstler, dessen Werk die Fachjury für seine „hohe Qualität und Unverwechselbarkeit“ würdigt.

Die feierliche Preisverleihung findet am Dienstag, 12. Mai 2026, um 18 Uhr in der Stadthalle St. Ingbert am Markt 6 statt. Die Laudatio hält die Kunsthistorikerin Dr. Petra Wilhelmy. Der Eintritt ist frei. Dass die Wahl auf den 1961 geborenen freischaffenden Künstler fiel, stand bereits seit August des vergangenen Jahres fest.

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Rohr bewegt sich seit mehr als drei Jahrzehnten in einem Spannungsfeld, das sein Schaffen so schwer greifbar wie faszinierend macht. Abstrakte Farbkompositionen in expressivem Pinselgestus, die Gegenständliches nur erahnen lassen, stehen neben figurativen Bildwelten, die trotz erzählerischer Elemente rätselhaft und unergründlich bleiben. Genau diese Wandlungsfähigkeit und Vielschichtigkeit hob die Jury in ihrer Begründung hervor. Sein Werk zeige eine bemerkenswerte Bandbreite, die sich über die Jahre immer wieder neu erfunden habe, ohne an Wiedererkennbarkeit einzubüßen.

Mit der Vergabe des Preises ist auch die Ausrichtung einer Ausstellung durch die Stadt St. Ingbert verbunden – eine Tradition, die dem Publikum die Gelegenheit gibt, das Werk des jeweiligen Preisträgers in gebündelter Form zu erleben. Der Albert-Weisgerber-Preis wird seit 1958 alle drei Jahre vergeben und erinnert an den aus St. Ingbert stammenden Maler Albert Weisgerber, der von 1878 bis 1915 lebte und als einer der bedeutendsten deutschen Maler zu Beginn des 20. Jahrhunderts gilt. Vor allem in München erlangte er zu Lebzeiten hohes Ansehen.

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Die Statuten des Preises sehen vor, dass er an bildende Künstlerinnen und Künstler geht, die im Saarland oder im benachbarten Kulturraum geboren sind oder dort ihren ständigen Wohnsitz haben. Darüber hinaus muss eine noch bestehende Beziehung zum Saarland nachweisbar sein. In Einzelfällen kann die Jury von dieser Vorgabe abweichen, sofern die ausgezeichnete Person die Kunstszene im Saarland nachweislich mitgeprägt hat. Armin Rohr, der in Saarbrücken lebt und arbeitet, erfüllt diese Kriterien ohne Einschränkung.

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Die Preisverleihung dürfte einmal mehr unterstreichen, wie lebendig die Kunstszene an der Saar ist. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hat am 12. Mai in der Stadthalle St. Ingbert die Gelegenheit dazu – bei freiem Eintritt und in einem Rahmen, der dem Anlass angemessen sein wird.

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