Wer über Ostern mit dem Auto verreisen will, muss sich auf volle Autobahnen einstellen. Laut aktueller ADAC-Stauprognose für den Zeitraum vom 2. bis 6. April wird der Gründonnerstag zum verkehrsreichsten Tag des langen Wochenendes – insbesondere am Nachmittag und in den Abendstunden drohen auf den Fernstraßen erhebliche Verzögerungen.
Der Grund für die angespannte Lage: In bereits zwölf Bundesländern laufen die Osterferien, nun kommen mit Sachsen, Thüringen und dem Saarland drei weitere hinzu. Die Mischung aus Urlaubsreisen Richtung Süden, Verwandtenbesuchen und spontanen Kurztrips sorgt für eine Verkehrsdichte, die weit über das übliche Maß hinausgeht. Neben den Küsten von Nord- und Ostsee ziehen auch die Wintersportgebiete in den Alpen nach wie vor zahlreiche Reisende an.
Bereits am Mittwoch vor Gründonnerstag dürfte der Verkehr spürbar zunehmen. Viele Autofahrerinnen und Autofahrer starten bewusst einen Tag früher, um dem erwarteten Hauptansturm zu entgehen – was den Stau letztlich nur zeitlich vorverlegt. Am Gründonnerstag selbst erreicht die Belastung dann ihren Höhepunkt. Wer kann, sollte auf Karsamstag oder Ostersonntag ausweichen: Diese beiden Tage gelten als die verkehrsärmsten des gesamten Wochenendes.
Mit dem Ostermontag rollt die nächste Welle. Der Rückreiseverkehr baut sich vor allem nachmittags und abends auf und führt auf vielen Strecken erneut zu langen Staus. Auch in den Tagen nach Ostern bleibt die Situation regional angespannt, weil in mehreren norddeutschen Bundesländern die Ferien enden. Eine gewisse Entlastung bringen die Feiertagsfahrverbote für Lkw über 7,5 Tonnen, die an Karfreitag und Ostermontag jeweils von 0 bis 22 Uhr gelten – die Staugefahr bleibt dennoch insgesamt hoch.
Besonders betroffen sind in beiden Fahrtrichtungen unter anderem die A1 zwischen Köln und Hamburg, die A3 von Oberhausen über Frankfurt und Nürnberg bis Passau, die A5 zwischen Heidelberg und Basel, die A7 von Frankfurt über Würzburg bis Füssen sowie von Hannover bis Flensburg, die A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München bis Salzburg und die A9 von Berlin über Nürnberg nach München. Auch der Kölner Ring, der Berliner Ring und der Autobahnring München zählen zu den neuralgischen Punkten. Hinzu kommen stark frequentierte Strecken wie die A6 zwischen Mannheim und Nürnberg, die A44 von Dortmund nach Kassel, die A81 von Heilbronn über Stuttgart nach Singen, die A93 vom Inntaldreieck nach Kufstein, die A95 samt B2 von München nach Garmisch-Partenkirchen sowie die A96 zwischen Lindau und München.
Jenseits der deutschen Grenzen sieht es kaum besser aus. In Österreich staut es sich erfahrungsgemäß auf der Tauernautobahn, der Inntalautobahn und der Brennerautobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner. Die Schweizer Autobahnen A1, A2 und A3 gelten ebenfalls als staugefährdet. In Südtirol betrifft das erhöhte Verkehrsaufkommen neben der Brennerroute auch das Pustertal, das Grödnertal, das Gadertal und den Vinschgau. Bei der Einreise nach Deutschland sind zudem weiterhin Grenzkontrollen möglich, die an einzelnen Übergängen zusätzliche Wartezeiten verursachen können.
Der ADAC rät, vor dem Start aktuelle Verkehrsinformationen einzuholen und bei Reisen in die Alpenregion großzügig Zeit einzuplanen. Wer zeitlich flexibel ist, fährt am besten an den ruhigeren Tagen des Wochenendes los – und spart sich so manche Stunde im Stau.




















