Ein besonderer Tag für eine besondere Schule: Genau 150 Jahre nach ihrer Gründung als „Stolz’sches Mädcheninstitut“ feierte das Christian von Mannlich-Gymnasium am Mittwoch, 1. Oktober, sein großes Jubiläum. In der vollbesetzten Aula präsentierten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Programm – ein Festakt, der zeigte, wie lebendig die Tradition und das Miteinander an dieser Homburger Bildungseinrichtung sind.
Schulleiter Dirk Kleemann begrüßte die zahlreichen Gäste, unter ihnen Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Landrat Frank John, Bürgermeister Manfred Rippel, Thorsten Bischoff, den Bevollmächtigten des Saarlandes beim Bund, sowie viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bildung. In seiner Ansprache blickte Kleemann auf eine bewegte Schulgeschichte zurück und machte deutlich, dass das Mannlich-Gymnasium mehr sei als ein Ort des Lernens: „Die Familie des Mannlich-Gymnasiums wächst mit jedem Jahrgang, da sich frühere Schülerinnen und Schüler weiterhin verbunden fühlen.“
Bürgermeister Manfred Rippel würdigte die Schule als festen Bestandteil der Homburger Bildungslandschaft. Er betonte die Bedeutung des Mannlich-Gymnasiums für die Stadt und hob insbesondere das Engagement der Lehrkräfte hervor: „Gerade die vielfältigen außerschulischen Angebote – vom bilingualen Zweig über das Engagement als UNESCO-Projektschule bis hin zu internationalen Partnerschaften – zeigen, wie breit das Fundament dieser Schule ist.“ Bildung, Demokratie, Menschenrechte und interkulturelles Lernen seien, so Rippel, Werte, die hier täglich gelebt würden.
Auch Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot fand lobende Worte. Sie sprach über die Bedeutung von Respekt, Vertrauen und Mitbestimmung, die am Mannlich-Gymnasium spürbar seien, und betonte die Rolle der Schule als Lernort, der zugleich auf die Zukunft vorbereitet. „Kreativität und kritisches Denken sind entscheidend, um in Zeiten von Künstlicher Intelligenz die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Diese Haltung wird am Mannlich-Gymnasium vorbildlich vermittelt“, sagte die Ministerin.
Landrat Frank John erinnerte sich in seiner Rede an seine eigene Schulzeit, als er Anfang der 1990er-Jahre am Mannlich-Gymnasium seinen Politik-Leistungskurs besuchte – eine prägende Zeit, wie er betonte. Für den humorvollen und zugleich nachdenklichen Schlusspunkt sorgte schließlich Thorsten Bischoff, Bevollmächtigter des Saarlandes beim Bund in Berlin und ehemaliger Mannlich-Schüler. Mit Anekdoten aus seiner Schulzeit und treffenden Beobachtungen beschrieb er die besondere Atmosphäre, die die Schule bis heute auszeichnet: „Das Mannlich war immer ein Ort, an dem man sich wohlfühlte – und das ist bis heute so geblieben.“

Zwischen den Redebeiträgen zeigten Schülerinnen und Schüler ihr musikalisches und künstlerisches Talent. Chorstücke, Musikbeiträge, ein Musical-Ausschnitt und historische Nachstellungen sorgten für ein abwechslungsreiches und emotionales Programm. Den feierlichen Abschluss bildete die Mannlich-Hymne, bevor die Gäste bei einem anschließenden Empfang den Abend in geselliger Atmosphäre ausklingen ließen.






















