Bild: Stephan Bonaventura
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14 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Verkehr in diesem Jahr bereit, damit Kommunen ihre Mobilität systematisch und zukunftsfähig planen können. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat dazu einen neuen Förderaufruf im Rahmen des Programms „nachhaltig.mobil.planen.“ gestartet. Städte und Regionen können sich bis zum 1. Juni 2026 mit Projektskizzen bewerben.

Im Kern geht es um die Erstellung oder Weiterentwicklung sogenannter nachhaltiger urbaner Mobilitätspläne, die sich an den europäischen Vorgaben für „Sustainable Urban Mobility Plans“ orientieren. Diese Pläne sollen sämtliche Verkehrsträger in den Blick nehmen – vom Autoverkehr über den öffentlichen Nahverkehr bis hin zu Rad- und Fußwegen. Gefördert werden dabei nicht nur die Pläne selbst, sondern auch flankierende Bausteine wie Verkehrsmodelle, Beteiligungsverfahren, Datenerhebungen und Evaluierungen.

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Schnieder betonte, dass es ihm um ein gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gehe. „Wir wollen ein Miteinander von Individual- und öffentlichem Verkehr, von Auto, Fahrrad und zu Fuß gehenden nach einem klaren Leitbild: Mobilität soll klima- und umweltfreundlich, effizient, verfügbar und bezahlbar sein“, sagte der Minister. Zugleich machte er deutlich, dass Bürgerinnen und Bürger nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollen. Transparente Beteiligungsverfahren seien ein zentrales Element des Programms, damit die Menschen „nicht bevormundet, sondern mitgenommen werden“.

Damit die Förderung bundesweit nach einheitlichen Maßstäben funktioniert, hat das Ministerium gemeinsam mit Ländervertretungen, dem Deutschen Städtetag sowie Fachleuten aus Praxis und Wissenschaft nationale Kriterien entwickelt. Diese konkretisieren die europäischen SUMP-Vorgaben und dienen zugleich als Bewertungsgrundlage für eingereichte Projekte. Zu den festgelegten Qualitätsstandards zählen unter anderem zuverlässige, pünktliche und sichere Mobilitätsangebote, die nahtlos nutzbar und wirtschaftlich tragfähig sein müssen. Ebenso gehören die Reduktion von CO2-Emissionen, Schadstoffen und Lärm sowie ein attraktiver Fuß- und Radverkehr zu den verbindlichen Zielmarken.

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Der Förderaufruf richtet sich an Kommunen jeder Größe, die ihre Verkehrsplanung strategisch aufstellen oder bestehende Konzepte an aktuelle Anforderungen anpassen wollen. Schnieder unterstrich, dass die erarbeiteten Kriterien dazu beitragen sollen, „dass unsere Städte und Regionen leistungsfähig und lebenswert bleiben“. Wer sich bewerben möchte, muss seine Projektskizze bis zum 1. Juni 2026 einreichen. Detaillierte Informationen zum Verfahren und zu den Förderbedingungen stellt das Bundesverkehrsministerium auf der Programmseite von „nachhaltig.mobil.planen.“ bereit.

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