Seit 1999 machen Akteure aus Politik und Gesellschaft am 9. September, dem „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“, in vielen Ländern der Welt auf die Gefahr durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft aufmerksam und rücken die problematische Situation von Kindern und Jugendlichen, die mit einer alkoholbedingten Schädigung auf die Welt gekommen sind, in den Fokus der öffentlichen Diskussion. So wie in diesem Jahr der Landesdrogenbeauftragte Stephan Kolling.

„Pro Jahr werden im Saarland schätzungsweise 140 Kinder mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen geboren, die dem Alkoholkonsum der Mutter geschuldet sind“, sagt Kolling. Die Folgen des Alkoholkonsums können von Lern- und Sprachproblemen, Ruhelosigkeit und Verhaltensauffälligkeiten hin zu Wachstumsstörungen und Fehlbildungen reichen. Er gilt als häufigste nichtgenetische Ursache für geistige Behinderungen oder Beeinträchtigungen. Dazu gehören beispielswese das Fetale Alkoholspektrumsstörung (FASD) und das Fetale Alkoholsyndrom (FAS).

„Schon geringe Mengen Alkohol können zu lebenslangen, unheilbaren Beeinträchtigungen und Behinderungen führen. Solche alkoholbedingten Entwicklungsstörungen sind vollkommen vermeidbar. Während der Schwangerschaft gibt es keinen unbedenklichen Alkoholgenuss“, so Kolling weiter.

Der saarländische Gesundheits-Staatssekretär sieht allerdings auch die Väter in der Verantwortung: „Unterstützen Sie die Mutter dabei, keinen Alkohol und auch kein Nikotin zu konsumieren. Seien Sie verständnisvoll, ermutigen Sie Ihre Partnerin und gehen Sie diesen Weg mit. Gemeinsam fällt der Verzicht leichter!“

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