Der FC Homburg hat im Kampf um die Spitzenplätze der Regionalliga Südwest einen Rückschlag erlitten. Nach dem 4:0-Heimsieg gegen die TSG Balingen unterlag die Mannschaft von Trainer Roland Seitz beim FC Astoria Walldorf mit 0:1 (0:1). In einer schwachen Partie vor rund 600 Zuschauern rutschte der FCH von Platz drei auf Rang sechs ab. Auf Tabellenzweiten SG Sonnenhof Großaspach beträgt der Rückstand nun acht Punkte, Spitzenreiter SGV Freiberg liegt neun Zähler vor den Grün-Weißen und hat zudem noch ein Nachholspiel gegen Eintracht Trier in der Hinterhand.
„Es lief überhaupt nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Seitz und kritisierte vor allem das Offensivverhalten seiner Mannschaft. Bereits nach sieben Minuten geriet der FCH in Rückstand. Außenverteidiger Manuel Kober verlor am eigenen Strafraum den Ball, Maximilian Waack zog aus 16 Metern ab und traf unhaltbar in den Winkel. Es blieb der einzige Treffer des Tages. Trotz größerer Spielanteile kam Homburg lediglich zu zwei harmlosen Abschlüssen, während Felix Kendel in der 25. Minute sogar die Chance zum 2:0 für Walldorf hatte.
„Das war mehr als enttäuschend, es fehlte die Aggressivität und der Einsatz“, stellte Mittelfeldspieler Miguel Goncalves fest. Die erste nennenswerte Gelegenheit für den FCH ergab sich erst unmittelbar nach Wiederbeginn, als Goncalves den Ball nach einem Solo über das Tor setzte. Seitz reagierte zur Pause mit drei Wechseln: Frederik Schumann ersetzte Kober, Simon Joachims kam für Hilal El-Helwe, Armand Qenaj für Markus Mendler. Eine spürbare Verbesserung brachte das jedoch nicht.
Homburg agierte weiterhin ideenlos, mit wenig Bewegung und zahlreichen Fehlpässen. Walldorf beschränkte sich darauf, die frühe Führung zu verteidigen. Auch beim Gastgeber blieb vieles Stückwerk, sodass FCH-Torhüter Michael Gelt kaum eingreifen musste. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit verzeichnete Kaan Inanoglu mit einem Schuss über das Tor die letzte Offensivaktion der Gäste.
„Das war einfach ganz schwach von uns“, sagte Innenverteidiger Philipp Steinhart. „Über die Außen lief nach vorne nichts zusammen. Die Bälle kamen immer wieder zurück, und der letzte Pass in den Strafraum kam überhaupt nicht an.“ Seitz ergänzte, Walldorf habe es nach der frühen Führung „gut gemacht, um uns das Leben schwer zu machen“. Der Fehler in der Anfangsphase sei bitter bestraft worden, zudem habe man sich im Mittelfeld zu viele Ballverluste geleistet.
Am kommenden Mittwoch steht für den FC Homburg das Achtelfinale im Saarlandpokal an. Um 19 Uhr tritt der FCH beim Saarlandligisten DJK Ballweiler-Wecklingen an. In der Regionalliga Südwest geht es am Sonntag um 14 Uhr im Waldstadion gegen Kickers Offenbach weiter.





















